Menschenrechts-Aktivist Ferrer in Hungerstreik
Aus Protest gegen seine Inhaftierung ist der kubanische Menschenrechtsaktivist José Daniel Ferrer in den Hungerstreik getreten. Der 41-Jährige habe seine Frau am Montag informiert, dass er einen Hungerstreik begonnen habe, teilte die Kubanische Kommission für Menschenrechte und Nationale Versöhnung (CCDHRN) mit.
Damit wolle der Dissident dagegen protestieren, dass er seit drei Wochen festgehalten wird, ohne dass eine Anklage gegen ihn vorgebracht wurde. Ferrer war Anfang April - kurz nach dem Kuba-Besuch von Papst Benedikt XVI. - ebenso wie etwa 40 weitere Oppositionelle festgenommen worden. Die anderen Inhaftierten wurden im Laufe der folgenden Tage wieder freigelassen.
Der 41-Jährige leitet die verbotene Patriotische Union Kubas. Er gehörte zu den 75 Dissidenten, die im März 2003 festgenommen und später zu langen Gefängnisstrafen verurteilt worden waren. Nach jahrelangen Verhandlungen unter Vermittlung der katholischen Kirche wurden alle Gefangenen schließlich freigelassen, einer der letzten war im März vergangenen Jahres Ferrer.












