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    Zuletzt aktualisiert: 29.02.2012 um 09:13 UhrKommentare

    Ackermann fordert mehr Kompetenzen für EU

    Der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermannn fordert von den einzelnen EU-Staaten mehr Verzicht auf politische und wirtschaftliche Kompetenzen zur Stärkung Europas. Verfassungsänderungen seien dafür notwendig.

    Josef Ackermannn

    Foto © ReutersJosef Ackermannn

    Josef Ackermann plädiert in einem Beitrag für die "Bild"-Zeitung (Mittwochausgabe) dafür, "zusätzliche nationale Souveränitätsrechte auf die europäische Ebene zu übertragen und auch die Verfassungen der Mitgliedstaaten anzupassen". Dies wäre kein Opfer, sondern ein Gewinn, betonte Ackermann. "Denn ohne ein stärker integriertes Europa gibt es, gerade für Deutschland, keine erfolgreiche Zukunft", mahnte er. "Jeder Rückschritt bei der europäischen Integration kostet ein Mehrfaches dessen, was heute für die Bewahrung der EU und des Euro in Rede steht."

    Die Staatsschuldenkrise in Euro-Ländern habe die Schwächen im Gefüge der EU und der Währungsunion deutlich gemacht. "In den Krisenländern führt sie zu harten Sparzwängen und wachsender Arbeitslosigkeit. Für Länder wie Deutschland bringt sie milliardenschwere Transferbelastungen mit sich", führte der Schweizer Spitzenbanker aus. Europa brauche nun eine stärkere Abstimmung der nationalen Wirtschafts- und Finanzpolitiken sowie eine verlässliche Beschränkung der Schuldenaufnahme. "Zwischenstaatliche Vereinbarungen wie der Stabilitäts- und Wachstumspakt reichen dafür nicht aus", argumentierte Ackermann. "Nötig sind automatische, harte Sanktionen sowie eine enge supranationale Überwachung."


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