Über 30 Tote: Anschlagsserie in Kandahar
Gleich vier Selbstmordattentäter sprengten sich in der Stadt im Süden Afghanistans in die Luft. Unter den Opfern sollen Polizisten und Zivilisten sein. Taliban bekennen sich zu Anschlägen.

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Bei einer Serie von Selbstmordanschlägen in der südafghanischen Stadt Kandahar sind nach offiziellen Angaben am Samstagabend zahlreiche Menschen getötet worden. Ein Sprecher des Provinzgouverneurs sprach laut CNN von 35 Toten und 47 Verletzten. Unter den Opfern seien sowohl Polizisten als auch Zivilisten. Vier Attentäter sprengten sich an verschiedenen Orten in der Stadt in die Luft. Die Anschläge ereigneten sich laut Polizei in der Nähe eines Hotels, eines Gefängnisses, einer Moschee und an einer Straßenkreuzung im Stadtzentrum. Mehrere Gebäude seien eingestürzt, berichtete Bürgermeister Gulam Hamidi.
Taliben bekennen sich zu Anschlägen
Die radikal-islamischen Taliban haben sich zu der jüngsten Anschlagsserie bekannt. Die Selbstmordanschläge seien als Warnung an die ausländischen Truppen gerichtet, teilten die Aufständischen am Samstag auf ihrer Internetseite mit. Bei den Attentaten seien "zahlreiche Feinde der Gotteskrieger" getötet worden. Die US-Streitkräfte haben noch für dieses Jahr eine Offensive in der Provinz Kandahar angekündigt und den Einsatz als möglicherweise entscheidende Schlacht gegen die Taliban bezeichnet. Kandahar ist die zweitgrößte Stadt Afghanistans und war der Hauptsitz der Taliban bis zu ihrem Sturz 2001. Die Region gilt daher immer noch als eine Hochburg der Aufständischen.












