U-Ausschuss widmet sich ÖBB-Inseraten
Heute tritt der U-Ausschuss erneut zusammen. Das Thema: ÖBB-Inserate. Nicht nur Werner Faymann soll davon profitiert haben, auch Ex-Kanzler Wolfgang Schüssel bekam Unterstützung für eine Festbroschüre. Geladen ist Ex-ÖBB-Chef Huber.

Foto © APAEx-ÖBB-Chef Martin Huber
Der Korruptions-Untersuchungsausschuss widmet sich am Donnerstag neuerlich der Inseratenaffäre rund um Kanzler Werner Faymann (SPÖ). Geladen sind der frühere ÖBB-Sprecher Gary Pippan, Ex-Vorstandschef Martin Huber und Claudia Kroneder-Partisch vom Rechnungshof. Sie sollen u.a. Auskunft über eine 2007 in der "Kronen Zeitung" erschienene und von den ÖBB bezahlte Kampagne Auskunft geben, bei der der damalige Verkehrsminister Faymann als Ombudsmann für die Beschwerden der Bahnfahrer auftrat.
Abgesagt hat für den Donnerstag der frühere ÖBB-Kommunikationschef Walter Sattlberger, dessen Aussage nun am 4. Oktober nachgeholt werden soll. An diesem Tag sollen auch Ex-Asfinag-Vorstand Franz Lückler und Ex-Asfinag-Sprecher Marc Zimmermann aussagen, die am Mittwoch nicht in den Ausschuss gekommen waren. Härtere Bandagen legten die Abgeordneten nach der Absage von Ex-Infrastrukturminister und Ex-Asfinag-Vorstand Mathias Reichhold an: Er hatte sich kurzfristig entschuldigen lassen, weil er wegen der Ernte auf seinem Bauernhof unabkömmlich sei. Nun soll er am 2. Oktober aussagen, andernfalls wurde ihm die polizeiliche Vorführung angedroht.
Neben Bundeskanzler Werner Faymann ist nun auch eine Inseratenkampagne für Ex-Bundeskanzler Wolfgang Schüssel bekannt geworden. Die Volkspartei hatte im Jahr 2005 anlässlich der Feierlichkeiten zum 60er des damaligen Kanzlers Schüssel eine Festbroschüre auflegen lassen. Die ÖBB unterstützte die Werbekampagne mit mehr als 17.000 Euro.












