Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
  • Zur Kärnten-Ausgabe
  • 24. April 2014 01:34 Uhr | Als Startseite
    Neu registrieren
    "Schmiergeld" zurückzahlen Die Tops und Flops der Fraktionsführer Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Untersuchungsausschuss Nächster Artikel "Schmiergeld" zurückzahlen Die Tops und Flops der Fraktionsführer
    Zuletzt aktualisiert: 13.04.2012 um 08:10 UhrKommentare

    Darabos will U-Ausschuss bis Sommer beendet wissen

    Mit Verteidigungsminister Norbert Darabos tritt nun erstmals auch ein prominenter SPÖ-Vertreter dafür ein, den Korruptions-Untersuchungsausschuss bis zum Sommer zu beenden - Kritik aus der eigenen Partei folgte. Die Opposition nimmt Darabos' Aussagen nicht einmal ernst.

    Foto © APA

    In der Freitag-Ausgabe des "Kurier" plädiert Darabos dafür, "dass wir mit den Untersuchungen bis zum Sommer zu einem Ende kommen sollten. Die Zeugenladungen, die noch zu tätigen sind, können und sollen bis dahin erledigt sein. Dann kann und muss man umgehend die Konsequenzen daraus ziehen".

    Darabos hat sich mit seinem Wunsch, den Korruptions-Untersuchungsausschuss bis zum Sommer zu beenden, postwendend eine Abfuhr des SPÖ-Fraktionsführers im U-Ausschuss, Hannes Jarolim, geholt: "Ich halte davon nix", meinte dieser Donnerstagabend vor Journalisten. Auch die anderen Parteien sind nicht sonderlich begeistert. "Abdrehen ist keine Option", betonte ÖVP-Fraktionsführer Werner Amon. "Alle Materien werden zügig und gewissenhaft abgearbeitet".

    Die Opposition nimmt Darabos' Aussagen offenbar erst gar nicht sonderlich ernst: Darabos habe in der vergangenen Zeit viel Unsinn gesagt, meinte der Grüne Abgeordnete Peter Pilz. Wichtiger sei für ihn, was Jarolim sage. Auch für FPÖ-Fraktionsführer Walter Rosenkranz ist Jarolims Position relevanter. Man dürfe das nicht "über-ernst" nehmen, findet der BZÖ-Abgeordnete Stefan Petzner, aber es handle sich um ein "Warnsignal, das man nicht überhören darf" - ein Ende bis Sommer "wäre Wahnsinn".

    Für Darabos soll zwar "nicht der Eindruck entstehen, dass ich jetzt den Untersuchungsausschuss abdrehen möchte. Ganz im Gegenteil". Der Verteidigungsminister glaubt aber gleichzeitig, "dieser Untersuchungsausschuss muss relativ rasch zu Ergebnissen kommen. Denn derzeit ist es so, dass die Politik insgesamt schlecht wegkommt. Das stört mich persönlich, denn für mich selbst nehme ich in Anspruch, sauber und transparent zu handeln. Natürlich kann und soll man Politiker-Entscheidungen kritisieren, aber die Vermischung von Diskussionen über Druckkostenbeiträge mit einer 10-Millionen-Euro Provision für die Buwog ist mittlerweile unerträglich und auch undurchsichtig geworden. Bei der Bevölkerung bleibt über, dass alle Politiker korrupt oder zumindest korruptionsanfällig sind", klagt Darabos.

    Vor rund drei Wochen hatte bereits ÖVP-Obmann, Vizekanzler Michael Spindelegger für eine Ende des U-Ausschusses bis zum Sommer plädiert. Er war damals nicht nur von der Opposition heftig kritisiert worden, auch für den SPÖ-Fraktionsführer Hannes Jarolim hatte sich die Frage einer Beendigung bis zum Sommer nicht gestellt, weil man eine "seriöse Beendigung" wolle. Jarolim hatte es damals für möglich gehalten, Ende des Jahres abzuschließen. Darabos sieht in den ÖVP-Überlegungen für mehr direkte Demokratie auch wieder eine Chance für die von ihm angestrebte Volksbefragung zur Abschaffung der Wehrpflicht und Einführung eines Freiwilligen-Heeres. Eine solche Volksabstimmung könnte seiner Auffassung nach vor oder gleichzeitig mit der nächsten Nationalratswahl stattfinden.


    Mehr Untersuchungsausschuss

    Mehr aus dem Web

      KLEINE.tv

      Aufnahmen von vermisstem Politiker

      Ein Amateur-Video zeigt einen vermissten Abgeordneten aus der Ostukraine...Noch nicht bewertet

       

      Politik im Bild

      Verhandlungen zur Ukraine in Genf 

      Verhandlungen zur Ukraine in Genf

       

      100 Jahre Erster Weltkrieg

      100 Jahre 1. Weltkrieg

      Kriegsgegner, Frontlinien und die wichtigsten Kriegsschauplätze. Die Fakten auf einen Blick.

       


      Steirische Strukturreform

      APA

      Die Landesspitze baut die Gemeindestruktur massiv um. Im Jahr 2015 soll es von den derzeit 539 nur mehr 285 Gemeinden geben.

      Griechenland in der Krise



      Seitenübersicht

      Zum Seitenanfang