Neugebauers "Bettelbriefe" an die Telekom
Die ÖAAB-Zeitung "Freiheit" hat möglicherweise öfter Zuwendungen der Telekom erhalten. In einem Brief aus dem Jahr 2007 bitten Fritz Neugebauer und Werner Amon um einen "Druckkostenbeitrag" in der Höhe von 25.000 Euro.

Foto © ReutersFritz Neugebauer
Der "Kurier" zitiert in seiner Samstag-Ausgabe einen Brief aus dem Jahr 2007, in dem der damalige ÖAAB-Chef Fritz Neugebauer und sein Generalsekretär Werner Amon an Telekom-Mitarbeiter Michael Fischer eine "höfliche Einladung" richten, die "Freiheit" mit einem Druckkostenbeitrag zu unterstützen. Das Angebot in Höhe von 25.000 Euro sei "entsprechend dem Volumen der vergangenen Jahre" zusammengestellt worden.
Schon vor einigen Tagen wurde ein entsprechender Brief vom Grün-Abgeordneten Peter Pilz im U-Ausschuss thematisiert. VP-Klubchef Karlheinz Kopf meinte damals, dass es sich nur um ein Angebot des ÖAAB für Inserateschaltungen gehandelt habe - "man kann es auch Bettelbrief nennen". Daraus sei aber kein Geschäft entstanden. Neugebauer und Amon waren für die APA Freitagabend nicht erreichbar.
Amon verteidigt sich
Gegen den früheren ÖAAB-Generalsekretär und derzeitigen VP-Fraktionssprecher im parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu den Korruptionsaffären im staatsnahen Bereich wird von der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Geldwäsche beim ÖVP-Arbeiter- und Angestelltenbund (ÖAAB) ermittelt. Die Aufhebung seiner Immunität als Nationalratsabgeordneter ist bereits beantragt. Konkret geht es um eine Zahlung von 10.000 Euro für die "Freiheit" von der Firma des Telekom-Lobbyisten Peter Hochegger Valora, für die keine Gegenleistung nachvollziehbar ist. Amon spricht von "Politjustiz". Wegen des 25.000 Euro-Offerts ist übrigens nichts von staatsanwaltlichen Ermittlungen bekannt.













