Strasser & Co: Promi-Auftrieb im Korruptionsausschuss
Der Korruptions-Ausschuss will in dieser Woche das erste Thema - die Kursmanipulationsaffäre der Telekom Austria aus 2004 - abschließen. Geladen ist unter anderem neben Ex-Innenminister Ernst Strasser auch Ex-Telekom-Chef Boris Nemsic.

Foto © APAuch Ex-Innenminister Ernst Strasser muss vor den Ausschuss
In dieser Woche wird der Korruptionsausschuss, der das Thema "Telekom" damit abschließen will, gleich dreimal tagen. Die Befragungen beginnen am Dienstag mit Ex-Telekom-Chef Heinz Sundt. Ursprünglich war geplant, den U-Ausschuss am Mittwoch und Donnerstag vom Budgetsaal in den Plenarsaal des Nationalrates umzusiedeln - auch, weil für Mittwoch großer Andrang durch die Ladung des früheren ÖVP-Innenministers Ernst Strasser und am Donnerstag viel Interesse an den Aussagen des ebenfalls unter Wahrheitspflicht zu befragenden Ex-Telekom-Chefs Boris Nemsic erwartet wird.
ÖVP-Kontaktmann vor dem Ausschuss
Am Donnerstag ist mit dem (von der Telekom mittlerweile beurlaubten) Public Affairs Manager Michael Fischer ein mutmaßlicher Kontaktmann des Konzerns zur ÖVP geladen. Fischer war bis 2007 Organisationsreferent der ÖVP, wechselte dann zur Telekom, fungierte aber noch bis 2011 als Co-Geschäftsführer jener Firma, die die schwarzen Parteizeitungen verlegt. Zudem ist Fischer nach wie vor Co-Geschäftsführer der Agentur MediaSelect, die den Wahlkampf von Justizministerin Karin Gastinger nach deren Austritt aus dem BZÖ 2006 betreute. Fischer soll Hochegger beauftragt haben, 96.000 Euro an eine im Wahlkampf 2008 für die ÖVP tätige Werbeagentur zu überweisen. Auch die Geschäftsführerin der Agentur "White House", Gabriele Ullmann, wird am Donnerstag aussagen.
Ausschuss bleibt im Budgetsaal
Nach einem Bericht der Kleinen Zeitung wird auf dafür nötige, aufwendige Umsiedelungen verzichtet, bleibt der Ausschuss im Budgetsaal. Inhaltlich geht es nun um Kursmanipulationen rund um die Telekomaktie, die dem Ex-Vorstand Millionen-Boni bescherten. Ex-Minister Strasser soll zu mutmaßlichen Provisionszahlungen durch die Telekom befragt werden.












