Prostest gegen Zelte für Asylwerber
Spittaler Schüler protestieren gegen Politiker-Idee, "ganzjährige Zeltlager mit Containern" zur Unterbringung von Asylwerbern zu errichten.

Foto © KLZ/Helmut StöflinSchüler protestierten vor ihrer Schule in Spittal mit Transparenten und Zelten im Schnee
Mit 40 Euro im Monat müssen viele Asylwerber auskommen." Diese und viele andere Aussagen zum Thema "Asylwerber und deren Grundversorgung in Österreich" von Claudia Muri, Sozialberaterin der Caritas, machten Schüler der 5A-Klasse im Bundesgymnasium Spittal Porcia sprachlos. Muris Vortrag war am Montag Teil einer Protestveranstaltung der Schüler in Anbetracht der Politiker-Idee, "ganzjährige Zeltlager mit Containern" zur Unterbringung von Asylwerbern zu errichten.
"Mit dem Projekt wollten wir zeigen, wie menschenunwürdig die Unterbringung in Zelten ist. Gerade in der Adventszeit, in der alle mit Weihnachtsvorbereitungen beschäftigt sind, fällt es schwer, sich in die Lage unterkunftsloser Flüchtlinge hineinzuversetzen", sagt die Schülerin Leah-Marie Dörner.
Aufmerksam hörten die Schüler zu, als Asylwerber Abdul Ali Omed aus Afghanistan von seiner 80 Tage dauernden Flucht nach Österreich erzählte. Längst hat sich der 27-jährige Asylwerber, der in seiner Heimat Philosophie und Soziologie studiert hat und seit drei Jahren in Österreich lebt, sehr gut integriert. "Nach meiner gefährlichen Flucht fühle ich mich in Österreich sicher und geschützt", erklärte Omed.
Als Höhepunkt ihres Protestes bauten die Schüler vor der Schule einige Zelte als "abschreckendes Beispiel" auf.
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Bild vergrößernAsylwerber Abdul Ali Omed berichtete in den Klassen von seiner Flucht aus AfghanistanFoto © KLZ/Helmut Stöflin
Asylwerber Abdul Ali Omed berichtete in den Klassen von seiner Flucht aus AfghanistanGrafik © KLZ/Helmut Stöflin














