Tirol: Gambier aus Österreich abgeschoben
Der am Freitag von der Polizei in Hall in Tirol festgenommene und nach Wien überstellte 20-jährige Asylwerber aus Gambia ist am Samstag abgeschoben worden.

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Wie bei einer Kundgebung der Grünen in Innsbruck bekanntwurde, befindet sich der Afrikaner bereits in der Zwischenstation am Brüsseler Flughafen. Vor seinem Abflug habe es in Wien-Schwechat einen kleinen Tumult gegeben, berichteten die Grünen.
Der Gambier wartet derzeit auf seinen Weiterflug nach Afrika und hat sich bei seinen Betreuern telefonisch aus der belgischen Hauptstadt gemeldet. Vor vier Jahren kam Lamin J. als 16-Jähriger nach Tirol. Er lernte die deutsche Sprache, lernte Freunde kennen und hatte auch einen Job in Aussicht, falls er ein Aufenthaltsrecht zugesprochen bekommen hätte.
Nach Polizeiangaben nahmen an der angemeldeten Veranstaltung der Grünen vor der Bezirkshauptmannschaft Innsbruck-Land etwa 250 Personen teil. Heftige Kritik wurde dabei am in Österreich geltenden Fremdenrecht geübt.
Vertreter der Plattform Bleiberecht, die den 20-Jährigen juristisch betreut hatten, verwiesen auf den bereits am 17. Mai ausgestellten Bescheid, der dem Gambier Freitag früh auf der Polizeistation in Hall überreicht worden sei. Damit habe er keine Möglichkeit gehabt, Einspruch zu erheben. In den Behördengesprächen der vergangenen Tage sei von diesem Bescheid nie die Rede gewesen, hieß es.
Kundgebungsteilnehmer forderten unter anderem auch eine Stärkung des Kirchenasyls, das der Afrikaner von der evangelischen Kirche erhalten hatte. Außerdem wurden Spenden gesammelt, um dem Gambier bei seinem Neustart in der alten Heimat helfen zu können, "ein letztes positives Zeichen aus Österreich", wie Willi erklärte.
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