Einhellige Unterstützung für mongolische Familie
Landespolitiker fordern ein humanitäres Bleiberecht für eine seit sechs Jahren in Kärnten lebende Familie aus der Mongolei.

Foto © ZoreDie vierköfige mongolische Familie
Seltene Einigkeit herrscht in der Kärntner Landespolitik über das Schicksal einer von der Abschiebung bedrohten Familie aus Klagenfurt. Wie berichtet soll ein 38-jähriger Witwer mit seinen drei Kindern (sechs bis 15 Jahre alt) in die Mongolei abgeschoben werden. Dort droht dem Mann die Haft in einem Militärgefängnis.
ÖVP-Chef Josef Martinz fordert "geschlossenes Engagement der Landespolitik, um eine drohende menschliche Katastrophe zu verhindern". Für SPÖ-Landesrätin Beate Prettner wäre die Abschiebung "ein Akt der sozialen Grausamkeit". Grünen-Chef Rolf Holub hat angekündigt, die "Abschiebung mit allen erlaubten Mitteln" verhindern zu wollen. Zudem hat sich auch eine Schüler- und Elterninitiative formiert.
Landeshauptmann Gerhard Dörfler traf am Samstag in Feldkirchen auf die Familie. "Mein Eindruck war sehr positiv, ich werde mich persönlich für sie einsetzen", so Dörfler. Ein Betreuer der Familie berichtet, dass der Landeshauptmann abgelehnt habe, mit der Familie fotografiert zu werden. Dörfler dazu: "Ich will keine öffentliche Show abziehen, sondern eine Lösung für die Familie finden!" Ziel sei ein humanitäres Bleiberecht, das möglichst schon kommende Woche erreicht werden sollte.













