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Zuletzt aktualisiert: 21.10.2010 um 19:05 UhrKommentare

Familie Komani wieder in Wien

Happy End für die abgeschobenen kosovarischen Zwillinge. Sie landeten heute Nachmittag auf dem Flughafen Wien - Schwechat. Familie Komani hatte zuletzt die Debatte um Asyl und Abschiebung erneut angeheizt.

Familie Komani bei der Ankunft in Wien-Schwechat

Foto © APAFamilie Komani bei der Ankunft in Wien-Schwechat

Die Komani-Zwillinge sind wieder zurück in Österreich. Die beiden achtjährigen Mädchen und ihr Vater sind am Donnerstag Nachmittag vom Kosovo kommend mit der AUA-Maschine in Wien-Schwechat gelandet. Möglich machte die Rückkehr nach ihrer Abschiebung vor genau zwei Wochen ein humanitäres Visum, das aufgrund des Aufenthalts der Mutter in einem Wiener Krankenhaus erteilt wurde.

Die Familie war um ca. 16.30 Uhr in Wien-Schwechat gelandet und wurde dem Vernehmen nach direkt vom Flugzeug aus von Polizeibeamten zur Erledigung von Formalitäten (noch im Flughafengebäude) abgeholt. Begleitet wurden sie von ihrer Rechtsberaterin Karin Klaric vom Verein "Purple Sheep".

Heftige Kritik an Abschiebung

Anschließend stellte sich die Familie in der Ankunftshalle des Flughafens den Fotografen, wo sie auch von Freunden empfangen wurde, darunter zwei kleine Mädchen. Die Zwillinge ließen das Blitzlichtgewitter der rund 40 Kameraleute lächelnd und winkend über sich ergehen. Stellungnahmen gab es keine; Klaric wie auch Hans-Jörg Ulrein, der Gründer des "Freunde Schützen"-Hauses, in dem die Familie nun wieder untergebracht wird, verwiesen auf eine Pressekonferenz am Freitag (10.00 Uhr). Danach stiegen die Familie und Klaric in ein Auto und fuhren Richtung Wien.

Vater und Kinder waren vor genau zwei Wochen aus Österreich in den Kosovo abgeschoben worden. Die Abschiebung hatte für heftige Kritik gesorgt, war doch die Mutter am Tag davor mit psychotischen Zuständen ins Krankenhaus eingeliefert worden und blieb damit in Wien zurück. Auch die Art der Abschiebung in den frühen Morgenstunden durch eine große Anzahl zum Teil schwer bewaffneter Beamter hatte für heftige Kritik gesorgt.

Humanitäres Visum

Innenministerin Maria Fekter (V) hatte die Abschiebung zunächst noch verteidigt. Knapp eine Woche danach verfügte sie dann, dass bei Familienabschiebungen vor allem auf ein humanitäres Vorgehen geachtet werden soll. Am vergangenen Wochenende kündigte Fekter an, dass der Fall der Familie noch einmal geprüft werde.

Am Montag wurde der Bescheid des steyrischen Magistrats aufgehoben, aufgrund dessen die Komanis Österreich verlassen mussten. Die Mutter konnte somit weiter in Österreich bleiben, die beiden Mädchen und ihr Vater erhielten die Möglichkeit des humanitären Visums, mit Hilfe dessen sie nun wieder eingereist sind. Die Begründung Fekters für die Aufhebung des ursprünglichen Bescheides: dieser mangelhaft gewesen.

Der Antrag auf humanitären Aufenthaltstitel der Mutter wird nun vom Magistrat Wien geprüft. Vater und Kinder können aufgrund des humanitären Visums nun für sechs Monate in Österreich bleiben. Sie haben nun die Möglichkeit, einen erneuten Antrag auf einen humanitären Aufenthaltstitel zu stellen.


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