Spindelegger für mehr Zuwanderung
Geht es nach Österreichs Außenminister Spindelegger sollen bis 2030 rund 100.000 Zuwanderer ins Land kommen. Ansonsten seien Gesundheits- und Sozialsysteme gefährdet.

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Außenminister und ÖAAB-Chef Spindelegger spricht sich für mehr Zuwanderung aus. "Wir brauchen dringend Zuwanderer, rund 100.000 sollen es bis 2030 sein", plädiert Spindelegger in der "Presse am Sonntag" für eine "aktive" Zuwanderungspolitik der Regierung. Denn ohne "aktiven, gezielten Prozess der Zuwanderung" seien Gesundheits- und Sozialsysteme nicht überlebensfähig.
Spindelegger verwies auf die Prognosen, wonach ohne Zuwanderung die Einwohnerzahl Österreichs von 8,4 auf 8,3 Millionen sinkt - und die Gesellschaft mit rund 30 Prozent Über-60-Jährigen überaltert. Nötig sei "aktive" Zuwanderungspolitik mit Auswahl der Migranten. "Wir sollten uns die Branchen ansehen, in denen wir Verstärkung brauchen, und in die Regionen gehen, wo wir Zuwanderer vermuten, die wir benötigen und wollen" - etwa Südosteuropa. Dazu kämen nicht nur Schlüssel-Branchen wie die IT in Betracht, sondern etwa auch der Tourismus.
Die ausgewählten Zuwanderer sollten Arbeits- und Aufenthaltsbewilligung erhalten, so lange bleiben, wie sie wollen und Arbeit haben, auch Familiennachzug will Spindelegger nicht ausschließen. Er nennt aber drei Voraussetzungen: Zuwanderungswillige müssten schon etwas Deutsch können, das heimische Rechtssystem akzeptieren - nicht in Frage käme etwa Unterdrückung der Frau - und den "Rechtsstaat als solches" anerkennen.













