Kommt Mubarak nach Wien?
Der gestürzte ägyptische Ex-Präsident soll im Wiener Rudolfinerhaus medizinisch behandelt werden. Das berichtete zumindest eine arabische Internetzeitung. Das Spital weiß allerdings nichts davon.

Foto © APA
Die Gerüchte um den gestürzten ägyptischen Ex-Präsidenten Mubarak und seinen schlechten Gesundheitszustand erreichen Österreich: Der "Kurier" zitierte die arabische Internet-Zeitung "Youm7", wonach der 82-jährige in das Wiener Rudolfinerhaus, einem Privatspital mit gutem Ruf im Mittleren Osten, einziehen könnte. Mubarak leide unter "Erschöpfung und Bluthochdruck" und sei psychisch angeschlagen.
Weder in dem Spital noch im Außenministerium weiß man allerdings etwas von solchen Plänen bzw. will sie nicht bestätigen.
Reisewarnung für Ägypten - Charterflüge ab März aber fix
Die generelle Reisewarnung des Außenministeriums für Ägypten ist unterdessen weiterhin aufrecht. Die Reiseveranstalter sind allerdings guter Dinge, dass sie bald - zumindest teilweise - aufgehoben wird. Anfang März werden die ersten Flüge in die Badeorte in jedem Fall wieder aufgenommen, wie die APA am Donnerstag erfuhr. "Wir von der TUI haben beschlossen, ab 3. März in die ägyptischen Destinationen am Roten Meer zu fliegen", sagte der Konzernsprecher der TUI Austria Holding, Josef Peterleithner, zur APA. Tunesien werde ab 1. März wieder angeflogen. Der Ägypten-Reiseveranstalter Express Travel International (ETI) werde ebenfalls wieder Flüge anbieten.
"Wir rechnen damit, dass die Reisewarnung für Tunesien eventuell noch diese Woche und für Ägypten nächste Woche geändert wird", so Peterleithner. Gleiches erwartet Verkehrsbüro-Vorstand Martin Bachlechner: "Tunesien wird voraussichtlich noch diese Woche aufgehoben, bei Ägypten wartet man noch das Wochenende ab."
Doch auch wenn die Warnung aufrecht bleibt, wird geflogen. "Am 3. März versuchen die meisten Veranstalter, die Charter nach Hurghada und Sharm el-Sheikh wieder aufzunehmen. Für den Februar hatten die österreichischen Reisebüros alle Reisen und Flüge nach Ägypten und Tunesien abgesagt - "die Verträge wurden aktiv storniert", wie Peterleithner betonte. Im Februar wären rund 12.000 Österreicher nach Ägypten geflogen - 70 Prozent davon haben storniert und 30 Prozent umgebucht, meist in die Türkei, nach Spanien, Dubai und Zypern.
"Wir wollen denen, die runterfliegen möchten, die Möglichkeit dazu geben." TUI plant den Angaben zufolge sehr günstige Preise für die Anfangsphase. Die ersten beiden März-Wochen sind nicht so gut gebucht. Die Kunden seien verunsichert.
Die britische TUI-Gesellschaft habe ihre Flüge in die Badeorte nie gestoppt, die TUI Schweiz fliegt sie ab 21. Februar wieder an, Belgien ab 22. Februar. "Es waren auch immer Gäste unten", so Peterleithner. Die Versorgung in den Urlaubsgebieten sei immer gegeben gewesen. Die Straßen in Kairo seien nur zwei Tage zu gewesen und seien nun alle offen - ebenso die Banken und Geschäfte.
Eine Reisewarnung an sich heiße nicht, dass man keine Kunden in das betroffene Gebiet fliegen darf. Der Reiseveranstalter müsse nur informieren. Solange es eine Reisewarnung gibt, habe der Urlauber die Möglichkeit, kostenlos von der Reise zurückzutreten. Dies gelte aber nur jeweils für einen Zeithorizont von etwa zwei oder drei Wochen. "Man kann nicht jetzt eine Ägypten-Reise, die für den Juli gebucht wurde, stornieren", erklärte der TUI-Sprecher. Wie lange eine Reisewarnung aufrechtbleibt, ist naturgemäß nicht absehbar. Sie gilt bis zu ihrem Widerruf.
Nach Ägypten verreisen jährlich rund 250.000 Österreicher, die Hälfte davon im Winter (November bis April). Für Tunesien entscheiden sich jährlich rund 65.000 österreichische Urlauber. Für ein Drittel davon ist das Land eine Winterdestination.










