Ausnahmezustand "bald beendet"
In die festgefahrene Krise in Ägypten kommt Bewegung: Vizepräsident Suleiman hat sich mit Oppositionellen auf ein Komitee für eine Verfassungs-Reform geeinigt.

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Zwei Wochen nach Beginn der Massenproteste gegen den autoritären Präsidenten Mubarak gibt es erste konkrete Schritte zu einer Demokratisierung des Landes. Vizepräsident Suleiman vereinbarte am Sonntag bei einem Treffen mit Spitzenvertretern der Opposition die Gründung eines Komitees, das bis Anfang März eine Verfassungsreform ausarbeiten soll. Auch der Ausnahmezustand soll bald aufgehoben werden.
An den Gesprächen nahmen auch Vertreter der islamistischen Muslimbruderschaft teil. Es handelte sich um das erste Mal, dass die Regierung mit der seit 1954 offiziell verbotenen Bewegungen offen verhandelte. An den Gesprächen waren nach Angaben der Nachrichtenagentur Mena auch die liberale Wafd-Partei, die linksgerichtete Partei Tagammu und eine Gruppe beteiligt, welche die seit Tagen protestierenden Demonstranten eingesetzt hatten. Auch der führende Oppositionelle ElBaradei schickte einen Vertreter.
Clinton warnt vor "chaotischem" Übergang
US-Außenministerin Clinton begrüßte den Dialog. Bei der Münchner Sicherheitskonferenz hatte sie am Samstag gewarnt, es bestehe die Gefahr, dass der Übergang "chaotisch" verlaufe. Auch die deutsche Bundeskanzlerin Merkel und der britische Premier Cameron sprachen sich gegen einen überstürzten Abgang Mubaraks aus.
Proteste wurden fortgesetzt
Die Proteste auf dem zentralen Tahrir-Platz in Kairo wurden am Wochenende friedlich fortgesetzt. Das Militär verstärkte seine Präsenz auf dem Platz, das Leben in der Hauptstadt normalisierte sich allmählich und nach einer Woche Schließung hatten am Sonntag auch die Banken wieder geöffnet. Laut dem Außenministerium sollten am Sonntag die letzten knapp 100 österreichischen Pauschaltouristen aus Ägypten heimkehren. Im Land blieben damit nur noch einige Individualtouristen, 380 "Expats" (beruflich in Ägypten tätige Österreicher) sowie 1.200 Auslandsösterreicher mit ständigem Wohnsitz im Land am Nil.
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Hosni Mubarak gerät immer mehr unter DruckFoto © AP











