Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
18. Juni 2013 09:13 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Snowden kündigte weitere Enthüllungen an Syrien-Konferenz auf Kippe - Assad warnte Europa Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Politik Nächster Artikel Snowden kündigte weitere Enthüllungen an Syrien-Konferenz auf Kippe - Assad warnte Europa
Zuletzt aktualisiert: 04.03.2008 um 07:28 Uhr

Venezuela und Ecuador kappen Verbindungen zu Kolumbien

Nach der Tötung von linksgerichtetem Rebellenführer in Ecuador wurden kolumbianische Diplomaten ausgewiesen. Chavez soll die "Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens" mit Geld unterstützt haben.

Vorwürfe gegen Chavez

Foto © APVorwürfe gegen Chavez

Die Spannungen wegen des kolumbianischen Militäreinsatzes gegen FARC-Rebellen auf ecuadorianischem Territorium nehmen immer mehr zu: Ecuador brach am Montag (Ortszeit) die diplomatischen Beziehungen zu Kolumbien ab, wie das kolumbianische Außenministerium in Bogota mitteilte. Venezuela ordnete die Ausweisung des kolumbianischen Botschafters und seiner Mitarbeitern an. Die kolumbianischen Behörden warfen dem venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez vor, die linksgerichtete FARC (Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens) finanziell zu unterstützen. Der ecuadorianische Präsident Rafael Correa erklärte in Quito, durch den Militäreinsatz Kolumbiens werde die Freilassung von FARC-Geiseln verhindert.

"Unfreundliche Anschuldigungen". "Die Regierung von Ecuador hat entschieden, die diplomatischen Beziehungen mit der Regierung von Kolumbien ab dem heutigen Tag abzubrechen", hieß es in einer Mitteilung aus Quito. Grund dafür seien eine "Reihe von Ereignissen und unfreundlichen Anschuldigungen". Laut dem Außenministerium in Venezuela wurde der kolumbianische Botschafter abgezogen, "um die Souveränität des Heimatlandes und die Würde des Volkes in Venezuela zu verteidigen".

300 Millionen Dollar. Nach Angaben eines kolumbianischen Polizeivertreters soll Venezuela 300 Millionen Dollar (rund 197 Millionen Euro) an die linksgerichteten FARC-Rebellen gezahlt haben. "Wir haben Informationen gefunden, die die venezolanische Regierung kompromittieren", sagte Polizeigeneral Oscar Naranjo bei einer Pressekonferenz in Bogota. Die Daten seien auf dem Computer des am Samstag bei dem Angriff des kolumbianischen Militärs getöteten Vize-Chef der FARC-Rebellen, Raul Reyes, gefunden worden. Der Linkspolitiker Chavez hat derartige Vorwürfe stets zurückgewiesen.

"Kampfbündnis". Nach Angaben von Naranjo belegen die entdeckten Dokumente auch mehrere Gespräche zwischen Chavez und FARC-Chef Manuel Marulanda. In einem Brief habe der venezolanische Präsident der FARC sogar Hilfe für den Fall eines Angriffs der USA angeboten. "Dieser Brief beweist ein Kampfbündnis zwischen der FARC und der venezolanischen Regierung", sagte der Polizeigeneral. Correa sagte in einer Fernsehansprache: "Es tut mir leid mitzuteilen, dass die Verhandlungen für die Freilassung von elf Geiseln, darunter Ingrid Betancourt, weit fortgeschritten waren". Dies sei durch die "Kriegshetze" aufs Spiel gesetzt worden, sagte er mit Blick auf die kolumbianische Regierung.

Attacke. Das kolumbianische Militär hatte am Samstag auf ecuadorianischem Gebiet Reyes bei einem kombinierten Luft- und Bodenangriff getötet. Ecuador und Venezuela stationierten daraufhin Soldaten an den Grenzen zum Nachbarland. Die FARC hat bis zu tausend Geiseln in ihrer Gewalt, darunter die französisch-kolumbianische Grünen-Politikerin und ehemalige Präsidentschaftskandidatin Betancourt. Ecuador und Venezuela haben mit Rafael Correa und Hugo Chavez linksgerichtete, USA-kritische Präsidenten, während Kolumbien vom konservativen Präsidenten Alvaro Uribe geführt wird.


Warnung

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon äußerte unterdessen seine Sorgen über die wachsenden Spannungen zwischen Kolumbien, Venezuela und Ecuador und rief zur Zurückhaltung auf.

KLEINE.tv

Murtal: Widerstand gegen die Airpower

Nicht alle Murtaler haben Freude mit der Airpower, der Flugschau des öst...Bewertet mit 3 Sternen

 

Politik im Bild

Massenproteste in Brasilien 

Massenproteste in Brasilien

 

Kroatien tritt EU bei

AP

Am 1. Juli 2013 tritt Kroatien als insgesamt 28. Land der Europäischen Union teil. Hintergründe und Informationen zur EU-Mitgliedschaft der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik.



Griechenland in der Krise

Politiker und Promis im Visier der Justiz

Foto: APA/AP/Reuters
 

Steirische Strukturreform

APA

Die Landesspitze baut die Gemeindestruktur massiv um. Im Jahr 2015 soll es von den derzeit 539 nur mehr 285 Gemeinden geben.



Seitenübersicht

Zum Seitenanfang