Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
18. Mai 2013 23:30 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Jemen-Entführer angeblich zum Aufgeben gezwungen Toter bei Krawallen in Ägypten Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Politik Nächster Artikel Jemen-Entführer angeblich zum Aufgeben gezwungen Toter bei Krawallen in Ägypten
Zuletzt aktualisiert: 24.02.2008 um 05:00 Uhr

Kindergarten-Tarife: Senken, Staffeln oder gratis?

Land, Städte und Gemeinden matchen sich wegen der BZÖ-Forderung nach Gratis-Ganztagskindergärten. Kindergartenreferent Dörfler (BZÖ) und Bürgermeister Manzenreiter (SPÖ) im Schlagabtausch.

Herr Bürgermeister Manzenreiter: Wir erklären Sie einer Mutter, dass der Ganztags-Kindergartenplatz in Villach 190, in Ferndorf nur 90 Euro kostet?
HELMUT MANZENREITER: Die Angebote sind von der Qualität her nicht vergleichbar. Wir verlangen nicht 190, sondern 150 Euro ohne Essen. Seit vielen Jahren haben wir in Villach den Gratis-Kindergarten in Form einer sozialen Staffelung, wir haben also einen Mischtarif je nach Einkommen. Die Kindergarten-Diskussion muss über soziale Verträglichkeit und Qualität geführt werden.
GERHARD DÖRFLER: Die Betreuungsqualität ist überall hoch. Eine Arbeiterkammer-Studie über den Kindergartenbesuch in Österreichs Städten ergab: Drei bis Fünfjährige besuchen in Klagenfurt zu 93,4 Prozent, in Villach zu 80 Prozent den Kindergarten. Das hat mit dem Preis zu tun. Den Vormittags-Tarif senken Sie jetzt eh ab, aber 190 Euro mit Essen sind nicht zumutbar. Villach ist eine Abkassierer-Stadt, verlangt als reichste Stadt unseriös hohe Preise. Sie haben jetzt nur eines zu tun: Villach muss Althofen werden. Denn die stellen auch den Nachmittags-Kindergarten kostenfrei. Mit den 75 Euro vom Land ist der Vormittag eh gratis.
MANZENREITER: Wie erklären Sie dann, dass in Straßburg mit einem BZÖ-Bürgermeister 160 Euro für den Ganztagsplatz verlangt werden? (Carits-Kindergarten, Anm.) Sie müssen bei uns den Mischtarif sehen. Und Villach hat viele ländliche Bereiche, da ist die Bereitschaft, Kinder in Betreuung zu geben, geringer.
DÖRFLER: Stimmt nicht. 92 Prozent der Kinder besuchen im Jahr vor Schuleintritt den Kindergarten. Es gibt kein Stadt-Land-Gefälle. Bis 1999 war die SPÖ für Kinderbetreuung verantwortlich, da wurden 18,2 Millionen eingesetzt, im Jahr 2008 unter BZÖ-Politik sind es 45,8 Millionen Euro. Das ist jetzt in den Besuchsquoten messbar.
MANZENREITER: Wir sind ja für den Gratis-Kindergarten, haben ihn in Villach für viele über die soziale Staffelung. Aber es gibt Gemeinden, die es sich nicht leisten können, den Gratis-Nachmittagskindergarten zu zahlen.
DÖRFLER: Die eine Hälfte zahlt das Land, für die andere Hälfte sind jetzt die Gemeinden am Zug.

Der Gemeindebund wäre bereit, für den Gratis-Kindergarten zu sorgen, wenn es einen Landtagsbeschluss dafür gibt und das Land den Mehraufwand zahlt. Herr Dörfler, führen Sie Parteiengespräche für eine Lösung?
DÖRFLER: Ich führe Gespräche mit Gemeinden. Sie werden überrascht sein, welche jetzt beschließen werden, den Nachmittag kostenfrei zu stellen. Für solche wie Villach, die hohe Tarife haben, macht das viel aus. Kleine Gemeinden wie Fresach hätten nur 15 Euro je Kind zu zahlen.

MODERATION: ANDREA BERGMANN

KLEINE.tv

Tourismus: Kärnten will Wertschöpfung erhöhen

Die Tourismusverantwortlichen in Kärnten ziehen eine positive Bilanz des...Bewertet mit 4 Sternen

 

Politik im Bild

Schwarz-gelber Protest im Nationalrat 

Schwarz-gelber Protest im Nationalrat

 

Griechenland in der Krise



Politiker und Promis im Visier der Justiz

Foto: APA/AP/Reuters
 

Steirische Strukturreform

APA

Die Landesspitze baut die Gemeindestruktur massiv um. Im Jahr 2015 soll es von den derzeit 539 nur mehr 285 Gemeinden geben.



Seitenübersicht

Zum Seitenanfang