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Zuletzt aktualisiert: 11.02.2008 um 14:46 Uhr

Clinton stehen weitere Niederlagen bevor

Nach dem Debakel am Wochenende blicken die Anhänger von Hillary Clinton den nächsten Vorwahlen in der Nacht auf Mittwoch mit Bangen entgegen.

Foto © AP

Es war kein gutes Wochenende für Hillary Clinton: Die Senatorin verlor im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten fünf Abstimmungen hintereinander gegen ihren Rivalen Barack Obama. Weitere Niederlagen werden wohl folgen, wenn am morgigen Dienstag in Maryland, Virginia und Washington D.C. Vorwahlen stattfinden. Die beiden US-Staaten und der Hauptstadtbezirk treten damit in ein ungewohntes Rampenlicht.

Alles offen. Maryland, Virginia und Washington D.C. halten ihre Vorwahlen für gewöhnlich erst dann ab, wenn in beiden Parteien die Entscheidungen bereits gefallen sind. Heuer aber ist das Rennen bei den Demokraten völlig offen und auch bei den Republikanern ist noch nicht alles gelaufen. Im Mittelpunkt stehen aber die Demokraten, bei denen Obama und Clinton um insgesamt 168 Delegiertenstimmen wetteifern. Maryland und Washington gelten traditionell als Hochburgen der Demokraten, während Virginia bei Präsidentenwahlen einst fest in der Hand der Republikaner war, heute jedoch umkämpft ist.

Unterstützung für McCain. Bei den Republikanern geht es am Dienstag um 116 Delegiertenstimmen. Allerdings fand in den vergangenen Wochen praktisch kein Wahlkampf statt. "Es passiert nicht viel", sagte der republikanische Senator John Warner in Virginia. Er sprach trotzdem seinem Kollegen John McCain aus Arizona seine Unterstützung aus, dem Favoriten bei den Republikanern.

Nur kleiner Wahlkampf. Der "Super Tuesday" in der vergangenen Woche fraß so viel Zeit und Geld der Kandidaten auf, dass kaum etwas übrig blieb für die "Potomac Primary", benannt nach dem Fluss in Washington. In Virginia tauchten schon am vergangenen Dienstag Bürger in den Wahllokalen auf in der Annahme, auch ihr Staat gehöre zu den mehr als 20, in denen an diesem Tag abgestimmt werden sollte. Ähnliches meldeten die Wahlkommissionen aus Maryland und der Hauptstadt.

Lage in Washington. Beobachter rechnen mit einem starken Abschneiden Obamas in der Hauptstadt Washington, schließlich leben dort viele schwarze Wähler. Bürgermeister Adrian Fenty sprach sich schon vor Monaten für ihn als Kandidaten aus. In Virginia und Maryland lag der Senator laut Umfragen vom Sonntag mit 17, beziehungsweise 18 Prozentpunkten vor seiner Rivalin Clinton. Die Schwankungsbreite wurde mit fünf Prozentpunkten angegeben.

Lage in Virginia. In Virginia müssen sich die Wähler nicht entsprechend ihrer Parteizugehörigkeit registrieren lassen. Das könnte Obama helfen, der bei den unabhängigen Wählern gut ankommt. Es erschwert allerdings die Vorhersagen, besonders bei den jungen Wählern.

Lage in Maryland. Maryland weist zwei große Wählerblöcke auf, Afroamerikaner und weiße Liberale, die in anderen Staaten mehrheitlich Obama unterstützten. Man könne sich nur schwer vorstellen, wie Clinton eine Basis für eine große Anzahl von Stimmen finden wolle, sagte der Meinungsforscher Keith Haller. Maryland habe damit das Potenzial, einer von Obamas besten Staaten zu werden. Clinton hat den Staat aber noch nicht aufgegeben. Sie sicherte sich die Unterstützung von Gouverneur Martin O'Malley und Senatorin Barbara Mikulski.


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