Clinton stehen weitere Niederlagen bevor
Nach dem Debakel am Wochenende blicken die Anhänger von Hillary Clinton den nächsten Vorwahlen in der Nacht auf Mittwoch mit Bangen entgegen.

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Es war kein gutes Wochenende für Hillary
Clinton: Die Senatorin verlor im Rennen um die
Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten fünf Abstimmungen
hintereinander gegen ihren Rivalen Barack Obama. Weitere Niederlagen
werden wohl folgen, wenn am morgigen Dienstag in Maryland, Virginia
und Washington D.C. Vorwahlen stattfinden. Die beiden US-Staaten und
der Hauptstadtbezirk treten damit in ein ungewohntes Rampenlicht.
Alles offen. Maryland, Virginia und Washington D.C. halten ihre Vorwahlen für
gewöhnlich erst dann ab, wenn in beiden Parteien die Entscheidungen
bereits gefallen sind. Heuer aber ist das Rennen bei den Demokraten
völlig offen und auch bei den Republikanern ist noch nicht alles
gelaufen. Im Mittelpunkt stehen aber die Demokraten, bei denen Obama
und Clinton um insgesamt 168 Delegiertenstimmen wetteifern. Maryland
und Washington gelten traditionell als Hochburgen der Demokraten,
während Virginia bei Präsidentenwahlen einst fest in der Hand der
Republikaner war, heute jedoch umkämpft ist.
Unterstützung für McCain. Bei den Republikanern geht es am Dienstag um 116
Delegiertenstimmen. Allerdings fand in den vergangenen Wochen
praktisch kein Wahlkampf statt. "Es passiert nicht viel", sagte der
republikanische Senator John Warner in Virginia. Er sprach trotzdem
seinem Kollegen John McCain aus Arizona seine Unterstützung aus, dem
Favoriten bei den Republikanern.
Nur kleiner Wahlkampf. Der "Super Tuesday" in der vergangenen Woche fraß so viel Zeit und
Geld der Kandidaten auf, dass kaum etwas übrig blieb für die "Potomac
Primary", benannt nach dem Fluss in Washington. In Virginia tauchten
schon am vergangenen Dienstag Bürger in den Wahllokalen auf in der
Annahme, auch ihr Staat gehöre zu den mehr als 20, in denen an diesem
Tag abgestimmt werden sollte. Ähnliches meldeten die Wahlkommissionen
aus Maryland und der Hauptstadt.
Lage in Washington. Beobachter rechnen mit einem starken Abschneiden Obamas in der
Hauptstadt Washington, schließlich leben dort viele schwarze Wähler.
Bürgermeister Adrian Fenty sprach sich schon vor Monaten für ihn als
Kandidaten aus. In Virginia und Maryland lag der Senator laut
Umfragen vom Sonntag mit 17, beziehungsweise 18 Prozentpunkten vor
seiner Rivalin Clinton. Die Schwankungsbreite wurde mit fünf
Prozentpunkten angegeben.
Lage in Virginia. In Virginia müssen sich die Wähler nicht entsprechend ihrer
Parteizugehörigkeit registrieren lassen. Das könnte Obama helfen, der
bei den unabhängigen Wählern gut ankommt. Es erschwert allerdings die
Vorhersagen, besonders bei den jungen Wählern.
Lage in Maryland. Maryland weist zwei große Wählerblöcke auf, Afroamerikaner und
weiße Liberale, die in anderen Staaten mehrheitlich Obama
unterstützten. Man könne sich nur schwer vorstellen, wie Clinton eine
Basis für eine große Anzahl von Stimmen finden wolle, sagte der
Meinungsforscher Keith Haller. Maryland habe damit das Potenzial,
einer von Obamas besten Staaten zu werden. Clinton hat den Staat aber
noch nicht aufgegeben. Sie sicherte sich die Unterstützung von
Gouverneur Martin O'Malley und Senatorin Barbara Mikulski.












