Obama-Beraterin tritt nach "Monster"-Vorwurf gegen Clinton zurück
"Clinton ist zu allem fähig", sagte Power in dem am Freitag veröffentlichten Interview der schottischen Zeitung "The Scotsman".

Foto © ReutersObama distanzierte sich von "Monster"-Äußerung seiner Beraterin
Der Ton im Rennen um die demokratische
Präsidentschaftskandidatur wird immer schärfer. Einen Tag vor der
nächsten Abstimmungsrunde an diesem Samstag im Bundesstaat Wyoming
trat eine außenpolitische Beraterin des schwarzen Senators Barack
Obama am Freitag zurück, nachdem sie dessen Rivalin Hillary Clinton
in einem Zeitungsinterview ein "Monster" genannt hatte. Obama geht
Umfragen zufolge als Favorit in die Kandidatenkür in Wyoming, nachdem
Clinton ihrerseits am vergangenen Dienstag drei wichtige Vorwahlsiege
errungen hatte.
"Sie ist zu allem fähig".
Der Senator aus Illinois selbst distanzierte sich am Freitag von
der "Monster"-Äußerung seiner Beraterin, die sich auf Clintons
Wahlkampftaktiken bezogen hatte. "Sie ist zu allem fähig", sagte
Power in dem am Freitag veröffentlichten Interview der schottischen
Zeitung "The Scotsman" weiter. Obamas Sprecher Bill Burton erklärte
dazu, der Senator verurteile derartige Charakterisierungen auf das
Schärfste. Sie hätten nichts im Wahlkampf zu suchen.
Forderung Clintons.
Clinton ihrerseits hatte Obama postwendend aufgefordert, Power,
eine Harvard-Professorin, zu entlassen. Nach Angaben aus Obamas
Wahlkampflager gehörte sie zu den unbezahlten Mitarbeitern des Teams.
In einer am Freitag veröffentlichten Erklärung entschuldigte sich
Power selbst bei Clinton wie auch Obama und nannte ihre Bemerkungen
"unentschuldbar". Sie stünden im Widerspruch zum "Geist, Tenor und
Ziel des Obama-Wahlkampfs", hieß es weiter.
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Die nächste "große" Vorwahl findet am 22. April in Pennsylvania statt. Dort geht es um gut 160 Delegierte. In Umfragen liegt Clinton hier mit etwa 15 Prozentpunkten vor Obama.
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