Polit-Konflikt im Hause des Gouvernators
Arnold Schwarzenegger wirbt für McCain, seine Gattin Maria für Obama.

Foto © APMaria Shriver
Maria Shriver, liberale First Lady und Angetraute von Kalifornien-Gouverneur Arnold Schwarzenegger, drohte ihrem Gatten im Fall einer "zu rechten" Politik schon einmal mit dem Rauswurf aus dem gemeinsamen Schlafzimmer. Jetzt haben die US-Bürger einen neuen Grund zum Rätseln über das Übernachtungs-Reglement. Denn bei den Präsidentschafts-Vorwahlen gehen Maria und Arnold politisch getrennte Wege.
Maria Shriver pro Obama.
Der Gouverneur hat vor einigen Tagen zur Wahl seines "Helden" aufgerufen: Die Kalifornier mögen, so Schwarzenegger, heute, Dienstag, für den konservativen Republikaner John McCain stimmen. Gattin Maria hingegen hat bei einer Wahlveranstaltung in der Nacht auf Montag feurig Partei für den demokratischen Kandidaten Barack Obama ergriffen.
Kennedys auf beiden Seiten.
Eingefädelt hatte diese Familienfehde "Onkel Ed", Senator Edward Kennedy, der Patriarch des Clans, der seit der vergangenen Woche aktiv Wahlkampf für Barack Obama macht. Auch Caroline Kennedy, die Tochter von John F. Kennedy, hält Pro-Obama-Wahlreden. Aber auch Hillary Clinton muss nicht auf verbale Schützenhilfe von den Kennedys verzichten: Robert Kennedys Sohn Robert Junior und seine Schwester Kathleen trommeln für Hillary und gegen Barack.
Siegesfeier oder Haussegen.
Und auf was muss sich Gouverneur Schwarzenegger nun gefasst machen? Falls McCain in Kalifornien gewinnt, will er an dessen Siegesfeier teilnehmen - und muss sich möglicherweise eine neue Schlafstelle suchen.
Ein Ende des Streits ist nicht in Sicht. Der Wahlkampf dauert schließlich noch bis zum Präsidentenwahltag am 4. November.
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