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    Zuletzt aktualisiert: 02.02.2008 um 19:30 Uhr

    "Ich bin Fundamentalist und kein Extremist"

    Otto Scrinzi, umstrittener FPÖ-Alt-Politiker, wird rüstige 90. Vor Fusion mit BZÖ warnt er.

    Dienstag feiern Sie Ihren 90. Geburtstag. Was wünschen Sie sich?
    OTTO SCRINZI: Dass ich noch einige Zeit in der Lage bin, geistig die Entwicklungen der Welt mitzuverfolgen - und dass die dritte Kraft, die alte-neue FPÖ wieder zu alter Stärke und Einheit aufsteigt.

    Sie wollen nicht als rechtsextrem bezeichnet werden. Wie bezeichnen Sie sich selbst?
    SCRINZI: Ich bin ein National-Konservativer, der jeden Extremismus und intoleranten Fundamentalismus im politisch-ideoligischen Bereich ablehnt.

    Sie waren für die VdU von 1949 bis 1956 Landtagsabgeordneter, später für die FPÖ von 1965 bis 1979 Nationalratsabgeordneter. Der Unterschied der Politik von heute zu jener von gestern?
    SCRINZI: Politik gestern war menschlicher, trotz aller ideologischen Unterschiede. Heute fehlt es den Politikern vielfach an Bodenhaftung, an Erfahrungen des Alltags. Ein Beispiel ist der Pfusch beim Pflegegesetz.

    Als Parlamentarier haben Sie dem damaligen Kanzler Kreisky die 25-Prozent-Latte für das Ortstafelgesetz vorgeschlagen?
    SCRINZI: Ich stützte mich auf das Abkommen, das das kommunistische Jugoslawien mit Italien getroffen hatte und sagte Kreisky: Was Belgrad in Görz Recht ist, müsste Ihnen doch in Kärnten billig sein.

    Arzt - 28 Jahre Primarius der Psychiatrie -, Politiker, Gutachter, Autor: Welche Funktion war Ihnen die wichtigste?
    SCRINZI: Jede Sparte war mir gleich wichtig. Ich hatte über Jahre 16- bis 18-Stunden-Tage. Ich bin kein Extremist, sondern ein Fundamentalist, der es liebt, den Sachen auf den Grund zu gehen. Das war dann aber nicht immer möglich.

    Kann es eine Fusion BZÖ-FPÖ geben?
    SCRINZI: Wenn's nach mir geht, sicher nicht. Ich rate meiner Partei, nichts mit Leuten wie Haider, Westenthaler, Grosz zu machen. Wobei ich die freiheitlichen Kärntner, die in die BZÖ-Falle getaumelt sind, gerne wieder bei uns sehen würde. Jörg Haider, dem ich damals in meinem Haus in Moosburg zugeredet habe, sich 1986 in Innsbruck der Parteichef-Wahl zu stellen, halte ich für den echten Zerstörer des dritten Lagers. Heute ist ein absoluter Bruch mit ihm da. Ich bedaure seine Entwicklung.

    ANDREA BERGMANN

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