Republikaner wählen in Florida
Im bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat wird dieser Tage über einen republikanischen Kandidaten abgestimmt. Unterdessen erhält der demokratische Kandidat Obama Schützenhilfe von den Kennedys.

Foto © APAMitt Romney
Mit Vorwahlen im US-Bundesstaat
Florida ist am Dienstag das Rennen um die republikanische
Präsidentschaftskandidatur in eine weitere wichtige Runde gegangen.
Das Votum nur eine Woche vor dem sogenannten Super-Dienstag mit
Abstimmungen in über 20 Staaten wird mit besonderer Spannung
erwartet, da Umfragen auf ein neues Kopf-an-Kopf-Rennen der führenden
Bewerber Mitt Romney und John McCain hindeuten. Wer siegt, geht
gestärkt in die Entscheidungen am 5. Februar. Am "Super Tuesday" ist
bereits eine Vorentscheidung möglich.
Giulianis Schicksalsstunde. Florida ist der erste bevölkerungsreiche US-Bundesstaat, in dem
eine Vorwahl um die Präsidentschaftskandidatur stattfindet. Zudem
steht dort das politische Schicksal des früheren New Yorker
Bürgermeisters Rudy Giuliani auf dem Spiel. Nach enttäuschendem
Abschneiden bei den bisherigen Vorwahlen benötigt er dringend einen
Erfolg. Giuliani hatte sich in seinem Wahlkampf vor allem auf den
"Sonnenschein-Staat" konzentriert. Jüngste Umfragen sehen ihn jedoch
nur auf dem dritten oder vierten Platz, in etwa gleichauf mit dem
religiös-konservativen Mike Huckabee. Erste Ergebnisse der Vorwahl
werden am frühen Mittwochmorgen MEZ erwartet.
Abstimmung über Kandidaten. Auch die demokratischen Parteimitglieder können am Dienstag in
Florida über ihren Wunschkandidaten abstimmen, aber nach bisherigem
Stand hat ihr Votum allenfalls symbolische Bedeutung. Wie zuvor schon
in Michigan hat der Parteivorstand einen Boykott der Vorwahl als
Strafe dafür beschlossen, dass die Abstimmung in Florida vorverlegt
wurde. Dies bedeutet, dass den Kandidaten keine Delegierten
entsprechend ihrem Ergebnis zuerkannt werden, die dann auf dem
Nominierungsparteitag im Sommer für sie stimmen würden.
Aufschwung für Obama. Der Beginn der Woche gab aber Barack Obama vielbeachteten
Aufschwung, weil sich der einflussreiche demokratische Senator Edward
Kennedy offiziell für ihn aussprach. In einer leidenschaftlichen Rede
würdigte Kennedy Obama als politischen Erben des ermordeten John F.
Kennedy und zog Parallelen zur Präsidentschaft seines Bruders in den
60er Jahren: "Wir hatten einen neuen Präsidenten, der die Nation
inspirierte, vor allem die jungen Leute." Er fügte hinzu: "Jetzt ist
wieder eine solche Zeit." Obama verkörpere für ihn die Hoffnung auf
ein neues, besseres Amerika. Der Kandidat wäre dem Präsidentenamt von
Tag eins an gewachsen und würde "die Stimmung unserer Nation und
unser Ansehen in der Welt sofort steigern".
Hilfe von Kennedy. Vor Ted Kennedy hatten sich auch schon sein Sohn Robert sowie John
F. Kennedys Tochter Caroline hinter Obama gestellt.












