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Zuletzt aktualisiert: 29.01.2008 um 15:49 Uhr

Republikaner wählen in Florida

Im bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat wird dieser Tage über einen republikanischen Kandidaten abgestimmt. Unterdessen erhält der demokratische Kandidat Obama Schützenhilfe von den Kennedys.

Mitt Romney

Foto © APAMitt Romney

Mit Vorwahlen im US-Bundesstaat Florida ist am Dienstag das Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur in eine weitere wichtige Runde gegangen. Das Votum nur eine Woche vor dem sogenannten Super-Dienstag mit Abstimmungen in über 20 Staaten wird mit besonderer Spannung erwartet, da Umfragen auf ein neues Kopf-an-Kopf-Rennen der führenden Bewerber Mitt Romney und John McCain hindeuten. Wer siegt, geht gestärkt in die Entscheidungen am 5. Februar. Am "Super Tuesday" ist bereits eine Vorentscheidung möglich.

Giulianis Schicksalsstunde. Florida ist der erste bevölkerungsreiche US-Bundesstaat, in dem eine Vorwahl um die Präsidentschaftskandidatur stattfindet. Zudem steht dort das politische Schicksal des früheren New Yorker Bürgermeisters Rudy Giuliani auf dem Spiel. Nach enttäuschendem Abschneiden bei den bisherigen Vorwahlen benötigt er dringend einen Erfolg. Giuliani hatte sich in seinem Wahlkampf vor allem auf den "Sonnenschein-Staat" konzentriert. Jüngste Umfragen sehen ihn jedoch nur auf dem dritten oder vierten Platz, in etwa gleichauf mit dem religiös-konservativen Mike Huckabee. Erste Ergebnisse der Vorwahl werden am frühen Mittwochmorgen MEZ erwartet.

Abstimmung über Kandidaten. Auch die demokratischen Parteimitglieder können am Dienstag in Florida über ihren Wunschkandidaten abstimmen, aber nach bisherigem Stand hat ihr Votum allenfalls symbolische Bedeutung. Wie zuvor schon in Michigan hat der Parteivorstand einen Boykott der Vorwahl als Strafe dafür beschlossen, dass die Abstimmung in Florida vorverlegt wurde. Dies bedeutet, dass den Kandidaten keine Delegierten entsprechend ihrem Ergebnis zuerkannt werden, die dann auf dem Nominierungsparteitag im Sommer für sie stimmen würden.

Aufschwung für Obama. Der Beginn der Woche gab aber Barack Obama vielbeachteten Aufschwung, weil sich der einflussreiche demokratische Senator Edward Kennedy offiziell für ihn aussprach. In einer leidenschaftlichen Rede würdigte Kennedy Obama als politischen Erben des ermordeten John F. Kennedy und zog Parallelen zur Präsidentschaft seines Bruders in den 60er Jahren: "Wir hatten einen neuen Präsidenten, der die Nation inspirierte, vor allem die jungen Leute." Er fügte hinzu: "Jetzt ist wieder eine solche Zeit." Obama verkörpere für ihn die Hoffnung auf ein neues, besseres Amerika. Der Kandidat wäre dem Präsidentenamt von Tag eins an gewachsen und würde "die Stimmung unserer Nation und unser Ansehen in der Welt sofort steigern".

Hilfe von Kennedy. Vor Ted Kennedy hatten sich auch schon sein Sohn Robert sowie John F. Kennedys Tochter Caroline hinter Obama gestellt.


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