Vorwahlkampf in Kärnten dreht sich ums "runde Leder"
Vier Parteien blasen zum Halali auf das BZÖ und den Landeshauptmann. Fußball spielt wesentliche Rolle.
Spätestens seit Beginn dieser Woche ist in
Kärnten der Vorwahlkampf für die im Frühjahr 2009 stattfindende
Landtagswahl eröffnet. Auf Betreiben von SPÖ und ÖVP wurde im Landtag
ein Untersuchungsausschuss über die Arbeit und Gebarung der vom Land
ausgegliederten Kärnten Werbung einberufen, die Causa zielt aber
eindeutig gegen das BZÖ. Er soll nämlich auch die politische
Verantwortung hinterfragt werden, an Vorwürfen mangelt es nicht.
Ziel.
Bevor der U-Ausschuss einstimmig beschlossen wurde, gaben die
Redner der anderen Parteien das Ziel vor: Der Ausschuss werde die
angebliche Verschwendung von Steuergeldern durch die Kärnten Werbung,
nicht nachvollziehbare Geldflüsse und die Einflussnahme von
Landeshauptmann Jörg Haider (BZÖ) und Tourismusreferent Gerhard Dörfler
(BZÖ) untersuchen. Diesen wird vorgeworfen, die Marketinggesellschaft
für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.
Thema Fußball.
Eine große Rolle im U-Ausschuss sowie damit einhergehend im
Wahlkampf wird der Fußball spielen. Vor allem SPÖ und Grüne versuchen
darzulegen, dass enorme Summen an Steuergeldern in vermeintlich wenig
sinnhafte Projekte investiert worden seien. In diesem Zusammenhang
werden Trainingsaufenthalte von ausländischen Teams ebenso genannt
wie der Bundesligist SK Austria Klagenfurt und Ausgaben im Hinblick
auf die bevorstehende Fußball EM.
Zukunft des Stadions.
Das ist aber noch nicht alles in Sachen "rundes Leder". Spätestens
nach der EURO wird die Diskussion um die Zukunft des neuen
Klagenfurter Stadions ausbrechen. Dieses war um 66 Millionen Euro
errichtet worden, bietet bei den drei EM-Vorbereitungsspielen 32.000
Zuschauern Platz und soll nach dem Turnier auf maximal 15.000 Plätze
rückgebaut werden. Hier sind jedenfalls heiße Diskussionen
vorprogrammiert, wobei schon jetzt Fragen nach der Rentabilität
dieser enormen Ausgaben gestellt werden. Die ÖVP hält sich hier -
zumindest vorerst - etwas mehr zurück, da man den Klagenfurter
VP-Bürgermeister Harald Scheucher vermutlich schonen möchte.












