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    Zuletzt aktualisiert: 30.12.2007 um 16:33 Uhr

    Schweres Erbe für Bhuttos Sohn

    Porträt des Bhuttos Clans in Pakistan.

    Foto © APA

    Sie ist seit langem eine der mächtigsten Familien Pakistans, und auch nach dem Tod Benazir Bhuttos dürfte der Clan aus der Politik des Landes nicht wegzudenken sein. Am Sonntag wählte die vor 40 Jahren von Bhuttos Vater gegründete Pakistanische Volkspartei (PPP) ihren erst 19 Jahre alten Sohn Bilawal Zardari zum Vorsitzenden. Bis der Oxford-Student endgültig in die Fußstapfen seiner berühmten Mutter treten kann, könnte sein Vater Asif Ali Zardari als Ko-Vorsitzender die Partei führen. Doch der 51-Jährige ist in Pakistan nicht unumstritten: Weil er sich während der Regierungszeit seiner Frau bei Staatsaufträgen großzügige Provisionen genehmigte, erhielt er einst den ironischen Spitznamen "Mister Zehn Prozent".

    Last. Bhuttos einziger Sohn ist das dritte Mitglied des einflussreichen Clans, das an die Spitze der größten Oppositionspartei Pakistans tritt. Der schlanke, hochgewachsene junge Mann erinnert äußerlich an seine charismatische Mutter. Das Erbe, das er antritt, dürfte angesichts der blutigen Geschichte seiner Familie schwer auf seinen Schultern lasten: Sein Großvater, Pakistans erster ziviler Premier Zulfikar Ali Bhutto, starb 1979 nach dem Militärputsch von General Zia ul-Haq am Galgen. Seine Mutter wurde am Donnerstag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Rawalpindi getötet - bei einem Anschlag, der das ganze Land in eine tiefe Krise gestürzt hat.

    "Unvergleichliche". Dass der "Unvergleichliche" - so die Übersetzung des Namens Bilawal - eines Tages das politische Erbe seiner Mutter antreten würde, bahnte sich seit längerem an: Seit 2007 studiert der sportbegeisterte Junge an der renommierten britischen Eliteuniversität Oxford, die auch Benazir Bhutto absolvierte und an der sie zeitweise den berühmten Debattierclub der "Oxford Union" leitete. Geboren wurde Bilawal 1988 einen Monat bevor seine Mutter zum ersten weiblichen Premier Pakistans gekürt wurde. 1999 ging er nach Korruptionsvorwürfen gegen Bhutto mit ihr und seinen beiden Schwestern ins Exil, besuchte Schulen in London und Dubai. Tontauben-Schießen und Reiten gehören zu seinen Hobbys.


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