Schweres Erbe für Bhuttos Sohn
Porträt des Bhuttos Clans in Pakistan.

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Sie ist seit langem eine der mächtigsten
Familien Pakistans, und auch nach dem Tod Benazir Bhuttos dürfte der
Clan aus der Politik des Landes nicht wegzudenken sein. Am Sonntag
wählte die vor 40 Jahren von Bhuttos Vater gegründete Pakistanische
Volkspartei (PPP) ihren erst 19 Jahre alten Sohn Bilawal Zardari zum
Vorsitzenden. Bis der Oxford-Student endgültig in die Fußstapfen
seiner berühmten Mutter treten kann, könnte sein Vater Asif Ali
Zardari als Ko-Vorsitzender die Partei führen. Doch der 51-Jährige
ist in Pakistan nicht unumstritten: Weil er sich während der
Regierungszeit seiner Frau bei Staatsaufträgen großzügige Provisionen
genehmigte, erhielt er einst den ironischen Spitznamen "Mister Zehn
Prozent".
Last. Bhuttos einziger Sohn ist das dritte Mitglied des einflussreichen
Clans, das an die Spitze der größten Oppositionspartei Pakistans
tritt. Der schlanke, hochgewachsene junge Mann erinnert äußerlich an
seine charismatische Mutter. Das Erbe, das er antritt, dürfte
angesichts der blutigen Geschichte seiner Familie schwer auf seinen
Schultern lasten: Sein Großvater, Pakistans erster ziviler Premier
Zulfikar Ali Bhutto, starb 1979 nach dem Militärputsch von General
Zia ul-Haq am Galgen. Seine Mutter wurde am Donnerstag bei einer
Wahlkampfveranstaltung in Rawalpindi getötet - bei einem Anschlag,
der das ganze Land in eine tiefe Krise gestürzt hat.
"Unvergleichliche". Dass der "Unvergleichliche" - so die Übersetzung des Namens
Bilawal - eines Tages das politische Erbe seiner Mutter antreten
würde, bahnte sich seit längerem an: Seit 2007 studiert der
sportbegeisterte Junge an der renommierten britischen
Eliteuniversität Oxford, die auch Benazir Bhutto absolvierte und an
der sie zeitweise den berühmten Debattierclub der "Oxford Union"
leitete. Geboren wurde Bilawal 1988 einen Monat bevor seine Mutter
zum ersten weiblichen Premier Pakistans gekürt wurde. 1999 ging er
nach Korruptionsvorwürfen gegen Bhutto mit ihr und seinen beiden
Schwestern ins Exil, besuchte Schulen in London und Dubai.
Tontauben-Schießen und Reiten gehören zu seinen Hobbys.












