Krisentreffen der pakistanischen Wahlkommission nach Unruhen
Weitere Opfer bei Ausschreitungen zu beklagen.

Foto © ReutersIn Pakistan sind weitere Ausschreitungen zu befürchten
Wegen der Unruhen nach der Ermordung der pakistanischen Oppositionsführerin Benazir Bhutto hat die Wahlkommission am Samstag ein Krisentreffen für die nächsten Tage angekündigt. Dabei soll untersucht werden, welche Auswirkungen die angerichteten Zerstörungen auf die für den 8. Jänner geplante Parlamentswahl haben.
Mindestens 33 Tote. Bei den Unruhen sind nach jüngsten Angaben neun Wahllokale einschließlich Wählerlisten zerstört worden. Auch der Druck von Wahlunterlagen, die Ausbildung von Wahlhelfern und andere logistische Vorbereitungen seien beeinträchtigt worden, teilte die Wahlkommission mit. Bei Gewaltakten starben mindestens 33 Menschen, die meisten in Bhuttos Heimatprovinz Sindh.
Aufruf zum Boykott. Die Regierung hatte nach der Ermordung Bhuttos signalisiert, dass sie am Wahltermin festhalten will. Der Oppositionspolitiker Nawaz Sharif von der Muslimliga (PML), wie Bhutto ein ehemaliger Ministerpräsident, rief schon nach dem Attentat am Donnerstag zum Boykott der Parlamentswahl auf.
Neuerlicher Mord. Bei anhaltenden Unruhen in Pakistan nach dem tödlichen Anschlag auf Oppositionsführerin Benazir Bhutto gab es weitere Opfer. Polizeiangaben vom Samstag zufolge wurde ein 27-Jähriger Anhänger von Bhuttos Partei PPP von vermummten Unbekannten erschossen. Der Mann sei gerade von dem Mausoleum zurückgekommen, in dem die Politikerin am Freitag bestattet wurde, erklärte ein ranghoher Polizist in der Stadt Hyderabad.
Schüsse in die Menge. Der Bruder des Toten, ein Politiker der PPP in der Provinz Sindh, sei bei dem Angriff verletzt worden. Polizisten in Hyderabad feuerten in eine Menge, die Reifen auf der Straße angezündet hatten. Zwei der Demonstranten seien dabei verwundet worden.












