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Zuletzt aktualisiert: 27.12.2007 um 18:12 Uhr

Die letzten Monate im Leben von Benazir Bhutto

Pakistanische Oppositionspolitikerin kehrte aus dem Exil in die bedrohliche Heimat zurück. Knapp zwei Monate später wurde sie ermordet.

Benazir Bhutto

Foto © APBenazir Bhutto

Als Verbündete von Staatschef Pervez Musharraf durfte Benazir Bhutto aus dem langjährigen Exil nach Pakistan zurückkehren, bevor sie wieder zur erbitterten Gegnerin des Präsidenten wurde. Die wichtigsten politischen Stationen der letzten Monate im Leben der ermordeten Oppositionsführerin:

20. Juli 2007: Bhutto und Musharraf verhandeln bei einem Geheimtreffen in Dubai über eine Machtteilung. Bhutto soll Musharrafs Verbleib im Amt des Präsidenten unterstützen und dafür Regierungschefin werden. Mit dem Pakt wollen beide ihren gemeinsamen Rivalen Nawaz Sharif ausbooten.

18. Oktober: Bhuttos Rückkehr nach acht Jahren Exil wird von einem schweren Selbstmordattentat überschattet. Rund 140 Menschen kommen bei dem Anschlag auf ihren Konvoi in ihrer Geburtsstadt Karachi ums Leben. Bhutto entgeht der Bluttat nur knapp.

3. November: Musharraf verhängt den Ausnahmezustand, setzt die Verfassung außer Kraft und lässt Oppositionelle verhaften. Der Staatschef begründet seine Entscheidung mit der Gefahr durch islamische Extremisten. Bhutto geht daraufhin auf Distanz zu dem General, dessen Wiederwahl wegen seiner Doppelfunktion als Armeechef umstritten ist, und kündigt Massenproteste an.

9. November: Wenigen Stunden vor einem Protestmarsch stellt Musharraf Bhutto erstmals unter Hausarrest. In den folgenden Tagen schließt die Ex-Premierministerin weitere Verhandlungen über eine Machtteilung mit Musharraf aus und strebt stattdessen ein Bündnis mit Sharif an.

26. November: Bhutto und Sharif reichen ihre Kandidaturen für die Parlamentswahl am 8. Jänner ein. Zwei Tage später wird Musharraf nach seinem Rücktritt als Armeechef als rein ziviler Präsident vereidigt.

27. Dezember: Bhutto wird während einer Wahlkampfveranstaltung in Rawalpindi nahe der Hauptstadt Islamabad ermordet. Bei dem Selbstmordattentat werden insgesamt etwa 20 Menschen getötet.


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