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Zuletzt aktualisiert: 27.12.2007 um 12:17 Uhr

Österreicher stellen Koalition schlechtes Jahreszeugnis aus

Kein verspätetes Weihnachtsgeschenk gibt es von den Österreichern für die Bundesregierung: 60 Prozent bewerten die Regierungsarbeit negativ. Wenig Zustimmung gibt es von der Bevölkerung auch zu den Parteilinien bei der Asylpolitik.

Duo an der Spitze: Wilhelm Molterer und Alfred Gusenbauer

Foto © ReutersDuo an der Spitze: Wilhelm Molterer und Alfred Gusenbauer

Die Österreicher haben der Großen Koalition ein schlechtes Jahreszeugnis ausgestellt. Laut einer Umfrage der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft (SWS) sind 20 Prozent der Österreicher mit Rot-Schwarz "sehr unzufrieden". 60 Prozent bewerteten die Regierungsarbeit allgemein negativ. "Insgesamt kein erfreuliches Ergebnis für die Koalitionsregierung", so SWS-Vizechef Herbert Skarke bei einer Pressekonferenz am Donnerstag.

Ein schwacher Trost: Der Anteil jener, die mit der Regierung nur "eher unzufrieden" sind, ist von 48 auf 40 Prozent gesunken. "Sehr zufrieden" sind lediglich drei Prozent, "eher zufrieden" schon 33 Prozent. Am glücklichsten mit der derzeitigen Regierungsform haben sich die ÖVP-Anhänger gezeigt. 54 Prozent sind bewerten die Koalition positiv. In der SPÖ sind dies nur 45 Prozent.

Asyldebatte. Ein "Problem, das das Land spaltet" sieht Skarke in der Asyldebatte, ausgelöst durch den Fall Arigona Zogaj. Hier stimmen die Österreicher kaum einer Parteilinie zu. Mit jeweils 17 Prozent zeigten sich die Befragten noch am ehesten einverstanden mit der Haltung von ÖVP und Grünen. 15 Prozent sehen die SPÖ-Haltung als korrekt an.

Durch die FPÖ sahen zehn Prozent ihre Haltung in Asylfragen bestätigt. Lediglich drei Prozent können mit dem BZÖ-Kurs etwas anfangen. Nur knapp mehr als die Hälfte der SPÖ-Sympathisanten stimmte der roten Parteilinie zu. Am meisten bestätigt sahen sich die FPÖ-Wähler mit 78 Prozent.


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