Lange Wartelisten, weil Betten fehlen
In Spitälern fehlen nicht nur Operationssäle, sondern es mangelt auch an Intensivbetten.

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Die Wartelisten für chirurgische Eingriffe werden immer länger - zumindest, wenn man die langjährige Entwicklung nimmt. Das liegt vor allem daran, dass man heute Patienten bis ins hohe Alter und auch bei komplizierten Vielfach-Problemen aussichtsreich operieren kann. Der Bedarf wächst also sehr rasch, die Kapazitäten stagnieren aber.
Kurzfristige Linderung.
Beispiel Uni-Klinikum Graz: Rund 1000 Herz-Operationen absolviert man pro Jahr, während im Idealfall 1400 Eingriffe notwendig wären. Patienten müssen bis zu sechs Monate warten. Vor zwei Jahren hat man deshalb eine zusätzliche Ärzte-Arbeitsschicht eingeschoben, was kurzfristig Linderung brachte. "Derzeit werden die Wartelisten aber wieder länger, wir müssen uns etwas überlegen", sagt der ärztliche Leiter Thomas Pieber. Mit dem Ministerium wird seit langem - bisher aber erfolglos - über Ausweitungen verhandelt.
Erfindungsreichtum.
Bis dato rettet man sich mit Erfindungsreichtum über die Runden. Manche Herzklappenfehler kann man mittels Katheter korrigieren - diese Patienten landen nicht auf der Chirurgie, sondern auf der Kardiologie der Klinik für Innere Medizin. Mit dem LKH Graz-West und dem LKH Deutschlandsberg gibt es eine enge Kooperation, um deren Intensivstationen mitbenützen zu können. Denn oft kann eine Operation nur deshalb nicht erfolgen, weil es für die ersten Tage "danach" kein Intensivbett gibt.
"Kuvert-Medizin".
In der Ärztekammer möchte man sich zu den neuen Vorwürfen der "Kuvert-Medizin" - also rasche Operation gegen Bargeld - nicht äußern. Erst müsse es konkrete Vorwürfe geben. Richtig ist aber, dass es in Ordensspitälern (kürzere) Extra-Wartelisten für Privatpatienten gibt, weil sie mehr Erlöse bringen. Diese Patienten würden aber außerhalb des regulären Betriebs operiert, heißt es.












