"Finale furioso" in der letzten Plenarwoche des Nationalrats
81 Tagesordnungspunkte, darunter jede Menge große Brocken bringt die letzte Plenarwoche des Nationalrats im Jahr 2007.

Foto © APAEine harte Woche steht bevor
Von Dienstag bis Donnerstag werden unter anderem die
Pensionserhöhung, der Beamten-Gehaltsabschluss, der Finanzausgleich,
das neue Haushaltsrecht und das Haftentlastungspaket verabschiedet.
Ferner werden die Modellversuche für die "Neue Mittelschule"
ermöglicht. Der Fragestunde stellen sich diesmal Frauenministerin
Doris Bures (S) bzw. Außenministerin Ursula Plassnik (V).
Start am Dienstag.
Am Beginn der Woche steht Dienstag ab 9 Uhr eine Aktuelle Stunde, deren Thema von der FPÖ vorgegeben wird. Titel: "Kein Abschluss des
EU-Reformvertrages". Erste Gesetzesbeschlüsse sind danach
Sozialmaterien. Darunter findet sich die zwischen Regierung und
Seniorenorganisationen vereinbarte Pensionserhöhung für das Jahr
2008. Der Ausgleichszulagenrichtsatz für alleinstehende
Pensionsbezieher wird um 21 Euro, jener für Ehepaare um rund 29 Euro
erhöht.
Pensionserhöhung.
Darüber liegende Pensionen werden auch um 21 Euro monatlich erhöht
- und zwar bis zu einem Wert von 1.050 Euro brutto. Dies bedeutet
eine Erhöhung, die mit steigender Pension von plus 2,9 auf plus 2,0
Prozent abgeschmolzen wird. Pensionen zwischen 1.050 und 1.700 Euro
steigen im kommenden Jahr jeweils um monatlich zwei Prozent. Zwischen
1.700 und 2.161,50 Euro greift dann wieder eine Einschleifregelung,
die die Pensionserhöhung mit ansteigender Pensionshöhe von zwei auf
1,7 Prozent abschmilzt. Pensionisten mit einem noch höheren Bezug
bekommen dann keine prozentuelle Pensionserhöhung mehr sondern eine
pauschale monatliche Anhebung ihres Bezugs um 36,75 Euro.
Rezeptgebühren.
Ebenfalls beschlossen wird die Deckelung der Rezeptgebühren auf
zwei Prozent des Nettoeinkommens. Hat der Patient den entsprechenden
Wert überschritten, kann dies der Arzt über die E-Card ablesen und
die Rezeptgebührenbefreiung auf der Verschreibung anbringen, wodurch
sie für den Apotheker verbindlich wird.
Krankenversicherungsbeiträge.
Weiters erfolgt eine Anhebung der
ASVG-Krankenversicherungsbeiträge um 0,15 Prozentpunkte. Der
Beitragssatz in der Krankenversicherung für Gewerbetreibende soll auf
das Niveau der Arbeiter, Angestellten und Bauern gesenkt werden. Im
Bereich des Beamten erfolgt ebenfalls eine Beitragssatzanhebung um
0,15 Prozent. Auch für die Pensionisten soll die Erhöhung gelten.
Gleichermaßen angehoben wird der fiktive Dienstgeber-Beitrag des
Bundes.
Gesundheit.
Schließlich wird auch noch die im Finanzausgleich vereinbarten
Bund/Länder-Vereinbarung zum Gesundheitsbereich verabschiedet. Sie
regelt, dass die erhöhten Beiträge auf Länder und
Sozialversicherungen verteilt werden.
Features
2,7 Prozent
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Fragestunde mit Doris Bures und....Foto © Reuters
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...Ursula PlassnikFoto © Reuters












