Putins Partei geht als haushoher Favorit in die Parlamentswahl
Als haushoher Favorit ist die Partei von Präsident Wladimir Putin in die Parlamentswahl am Sonntag in Russland gegangen.

Foto © APAWladimir Putin
Die 109 Millionen Wahlberechtigten waren in dem von der
Opposition als "Farce" kritisierten Urnengang aufgerufen, die 450
Abgeordneten des Unterhauses zu wählen. In Umfragen kam Putins Partei
Einiges Russland auf mehr als 60 Prozent der Stimmen. Der Staatschef,
der im März sein Amt niederlegen muss, strebt eine klare
Zweidrittelmehrheit an, um weiterhin eine entscheidende Rolle in
Russlands Politik spielen zu können. Die Opposition und
regierungskritische Medien wurden im Wahlkampf nach Angaben von
Bürgerrechtlern klar benachteiligt.
Neun Stunden Zeitspanne. Die ersten Wahllokale sollten am Samstagabend um 21.00 Uhr MEZ in
Kamtschatka im fernen Osten Russlands öffnen; neun Stunden später
sollte die Wahl in Moskau beginnen. Die letzten Wahllokale sollten am
Sonntag um 19.00 Uhr MEZ in der russischen Exklave Kaliningrad
schließen; gleich danach sollten erste Teilergebnisse veröffentlicht
werden. Kandidaten von elf Parteien stellen sich zur Wahl, doch
hatten laut Umfragen nur vier eine realistische Chance, ins Unterhaus
in Moskau, die Duma, einzuziehen.
Die scheidende Duma wurde von Geeintes Russland mit 299 von 450
Mandaten klar dominiert. Zweitstärkste Kraft waren bisher die
Kommunistische Partei (47 Abgeordnete) gefolgt von der Partei
Gerechtes Russland (33 Sitze) und der LDPR des Ultranationalisten
Wladimir Schirinowski (29 Sitze). Nach den jüngsten Umfragen dürfte
Putins Partei eine klare Zweidrittelmehrheit erobern, während die
drei anderen Parteien, die allesamt nicht in Opposition zum Kreml
stehen, die Sieben-Prozent-Hürde überspringen und den Einzug schaffen
könnten.












