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Zuletzt aktualisiert: 29.11.2007 um 00:04 Uhr

Darabos: Alle Soldaten werden gut nach Hause kommen

Der Verteidigungsminister rechnet nicht mit einer Verwicklung in kriegerische Auseinandersetzungen im Tschad

Foto © Reuters

Verteidigungsminister Norbert Darabos (S) blickt dem Einsatz österreichischer Soldaten im Tschad optimistisch entgegen. "Ich bin sicher, dass alle österreichischen Soldaten gut nach Hause kommen werden", sagte Darabos am Mittwochabend in der ZiB2 des ORF auf die Frage nach möglichen Todesopfern bei der EUFOR-Mission.

Region "unsicher". "Unsere Truppen werden aus meiner Sicht nicht in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt", sagte der Minister. Mit Blick auf die jüngsten Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellen in der Nähe des Einsatzgebiets meinte Darabos, er wolle den Einsatz nicht "aufgrund von Scharmützeln" abblasen. Die Region sei "natürlich unsicher", denn sonst bräuchte es den Einsatz nicht. "Wir gehen auf jeden Fall hin", betonte Darabos, der zugleich bekräftigte, dass er die Verantwortung für den Einsatz übernehme.

"Fast verwerflich". Darabos bezeichnete die Kritik von Grünen, FPÖ und BZÖ an der österreichischen Beteiligung am EUFOR-Einsatz als "fast verwerflich", da es um eine humanitäre Mission zur Linderung von Flüchtlingsleid gehe. An die Adresse der außenpolitischen Sprecherin der Grünen, Ulrike Lunacek, sagte der SPÖ-Politiker, diese habe sogar verlangt, dass das Bundesheer in die benachbarte sudanesische Krisenregion Darfur geschickt werde. "Das hätte ich nicht erlaubt, weil in Darfur ist wirklich Bürgerkrieg", betonte Darabos.

Diskussion kleinkariert. In anderen Teilnehmerländern wie dem neutralen Schweden gebe es keinen solchen Widerstand gegen eine Beteiligung an der Tschad-Mission, sagte Darabos. "In Österreich wird diese Diskussion kleinkariert, in Richtung Abkassieren von innenpolitischem Kleingeld geführt". Dabei sei der Einsatz durchaus auch "eigennützig", weil so Flüchtlingsströme von Europa ferngehalten werden.


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