Darabos: Alle Soldaten werden gut nach Hause kommen
Der Verteidigungsminister rechnet nicht mit einer Verwicklung in kriegerische Auseinandersetzungen im Tschad

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Verteidigungsminister Norbert Darabos (S) blickt dem
Einsatz österreichischer Soldaten im Tschad optimistisch entgegen.
"Ich bin sicher, dass alle österreichischen Soldaten gut nach Hause
kommen werden", sagte Darabos am Mittwochabend in der ZiB2 des ORF
auf die Frage nach möglichen Todesopfern bei der EUFOR-Mission.
Region "unsicher".
"Unsere Truppen werden aus meiner Sicht nicht in kriegerische
Auseinandersetzungen verwickelt", sagte der Minister. Mit Blick auf
die jüngsten Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellen in der
Nähe des Einsatzgebiets meinte Darabos, er wolle den Einsatz nicht
"aufgrund von Scharmützeln" abblasen. Die Region sei "natürlich
unsicher", denn sonst bräuchte es den Einsatz nicht. "Wir gehen auf
jeden Fall hin", betonte Darabos, der zugleich bekräftigte, dass er
die Verantwortung für den Einsatz übernehme.
"Fast verwerflich".
Darabos bezeichnete die Kritik von Grünen, FPÖ und BZÖ an der
österreichischen Beteiligung am EUFOR-Einsatz als "fast verwerflich",
da es um eine humanitäre Mission zur Linderung von Flüchtlingsleid
gehe. An die Adresse der außenpolitischen Sprecherin der Grünen,
Ulrike Lunacek, sagte der SPÖ-Politiker, diese habe sogar verlangt,
dass das Bundesheer in die benachbarte sudanesische Krisenregion
Darfur geschickt werde. "Das hätte ich nicht erlaubt, weil in Darfur
ist wirklich Bürgerkrieg", betonte Darabos.
Diskussion kleinkariert.
In anderen Teilnehmerländern wie dem neutralen Schweden gebe es
keinen solchen Widerstand gegen eine Beteiligung an der
Tschad-Mission, sagte Darabos. "In Österreich wird diese Diskussion
kleinkariert, in Richtung Abkassieren von innenpolitischem Kleingeld
geführt". Dabei sei der Einsatz durchaus auch "eigennützig", weil so
Flüchtlingsströme von Europa ferngehalten werden.












