Pirls-Studie: Mit Pisa nur schwer vergleichbar
Generell gilt aber: Staaten mit guten PISA-Ergebnissen schneiden auch bei Pirls gut ab. Die Ausnahmen sind Russland und Luxemburg.
Die Ergebnisse der Lese-Studie PIRLS (Progress in
International Reading Literacy Study) sind mit den Resultaten der
Pisa-Studie nur eingeschränkt vergleichbar. Das liegt vor allem am
unterschiedlichen Teilnehmerkreis: Die besten Lese-Länder bei der
PIisa-Studie wie Finnland, Südkorea, Japan und Australien nehmen an
Pirls nicht teil, Kanada nur mit Einzelprovinzen. Generell gilt aber:
Wer bei Pisa gut abschneidet, tut dies auch bei Pirls und umgekehrt.
Es gibt aber auch einige Ausnahmen: Pirls-Spitzenland Russland lag
bei der letzten PISA-Studie weit unter dem OECD-Schnitt, der beste
europäische Pirls-Staat Luxemburg erreichte bei Pisa ebenfalls nur
einen Mittelwert unter dem OECD-Schnitt.
Diskrepanzen.
Sehr gute Leistungen sowohl bei Pisa als auch bei Pirls erbrachten
etwa Schweden, die Niederlande und Kanada bzw. kanadische
Einzelprovinzen. Größere Diskrepanzen gab es neben Russland und
Luxemburg etwa auch bei Norwegen (knapp über dem OECD-Schnitt bei
Pisa, klar darunter bei Pirls), Neuseeland (bei Pisa klar über dem
OECD-Schnitt, bei Pirls knapp darunter) und Italien (bei Pisa klar
unter dem OECD-Schnitt, bei Pirls darüber). Österreich, Deutschland,
Frankreich, Lettland, die USA und Dänemark liegen bei beiden Studien
in etwa im OECD-Schnitt.












