Lesekompetenzen österreichischer Volksschüler mittelmäßig
Schüler aus Russland und Hongkong schnitten bei Pirls am besten ab. Österreich auf Rang 20 unter 45 Staaten und Provinzen.

Foto © APAÖsterreich hat beim Pirls-Test nicht optimal abgeschnitten
Die Lesekompetenzen österreichischer Volksschüler
sind im internationalen Vergleich mittelmäßig. Bei der
internationalen Lese-Studie Pirls (Progress in International Reading
Literacy Study), deren Ergebnisse heute, Mittwoch, Nachmittag
veröffentlicht wurden, erzielte Österreich 538 Punkte. Das bedeutet
Rang 20 unter allen 45 teilnehmenden Ländern und Provinzen (Schnitt
506 Punkte), bzw. Rang 12 unter den 19 teilnehmenden OECD-Ländern
(Schnitt: 537 Punkte).
Russland und Hongkong ganz vorne. Die besten Resultate erzielten Russland und Hongkong (565 bzw. 564
Punkte). Bei Pirls nicht beteiligt haben sich allerdings die
Top-Leseländer bei der Pisa-Studie wie Finnland, Südkorea und
Australien.
Pirls-Studie
215.000 Schüler getestet. Für die neue Progress in International Reading
Literacy Study (Pirls) wurde in 40 Staaten die Lesekompetenz von Schülern der vierten Schulstufe, das ist in
Österreich die vierte Klasse Volksschule, abgetestet. An der jüngsten
Studie nahmen insgesamt rund 215.000 Kinder teil, in Österreich
wurden im April und Mai des vergangenen Jahres 5.067 Kinder getestet,
das sind knapp sechs Prozent aller Schüler in der vierten Klasse
Volksschule.
Schweden in Führung.
Bei der zuletzt 2001 durchgeführten Studie erzielten die Schüler
aus Schweden die besten Werte, gefolgt von ihren Kollegen aus den
Niederlanden, England und Bulgarien. Österreich hat damals nicht
teilgenommen. Kleine Einschränkung für etwaige Vergleiche mit Pisa:
Die Top-Lese-Länder bei Pisa wie Finnland, Südkorea, Australien und
Kanada nahmen an Pirls nicht teil.
Pisa-Ergebnisse in Vorbereitung.
Im Projektzentrum für Vergleichende Bildungsforschung
(ZVB) in Salzburg herrscht indes derzeit Hochbetrieb. Die Wissenschafter
unter der Leitung von Günter Haider sind am Finalisieren des rund
80-seitigen "Executive summary" der neuen Pisa-Studie, die am 4.
Dezember präsentiert wird.
Resultate ließ sich Haider im Gespräch mit der Austria Presse Agentur nicht
entlocken. Generell lasse sich aber sagen, dass sich "in drei Jahren
nichts Weltbewegendes ändern sollte" - weder an einem Schulsystem
selbst, abgesehen von kompletten Lehrplanänderungen, noch an
Studienresultaten.
Features
Die Auflösung
Die Unterschiede
Bei Pisa werden Jugend-
liche eines Altersjahr-
Foto

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Fakten
Bei der Lese-Studie Pirls haben die Mädchen in allen 40 teilnehmenden Staaten bessere Ergebnisse als die Burschen erzielt. Im Schnitt erreichten die Mädchen 509 Punkte, die Burschen 492, der internationale Geschlechterunterschied beträgt damit 17 Punkte.













