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Zuletzt aktualisiert: 28.11.2007 um 16:35 Uhr

Lesekompetenzen österreichischer Volksschüler mittelmäßig

Schüler aus Russland und Hongkong schnitten bei Pirls am besten ab. Österreich auf Rang 20 unter 45 Staaten und Provinzen.

Österreich hat beim Pirls-Test nicht optimal abgeschnitten

Foto © APAÖsterreich hat beim Pirls-Test nicht optimal abgeschnitten

Die Lesekompetenzen österreichischer Volksschüler sind im internationalen Vergleich mittelmäßig. Bei der internationalen Lese-Studie Pirls (Progress in International Reading Literacy Study), deren Ergebnisse heute, Mittwoch, Nachmittag veröffentlicht wurden, erzielte Österreich 538 Punkte. Das bedeutet Rang 20 unter allen 45 teilnehmenden Ländern und Provinzen (Schnitt 506 Punkte), bzw. Rang 12 unter den 19 teilnehmenden OECD-Ländern (Schnitt: 537 Punkte).

Russland und Hongkong ganz vorne. Die besten Resultate erzielten Russland und Hongkong (565 bzw. 564 Punkte). Bei Pirls nicht beteiligt haben sich allerdings die Top-Leseländer bei der Pisa-Studie wie Finnland, Südkorea und Australien.

215.000 Schüler getestet. Für die neue Progress in International Reading Literacy Study (Pirls) wurde in 40 Staaten die Lesekompetenz von Schülern der vierten Schulstufe, das ist in Österreich die vierte Klasse Volksschule, abgetestet. An der jüngsten Studie nahmen insgesamt rund 215.000 Kinder teil, in Österreich wurden im April und Mai des vergangenen Jahres 5.067 Kinder getestet, das sind knapp sechs Prozent aller Schüler in der vierten Klasse Volksschule.

Schweden in Führung. Bei der zuletzt 2001 durchgeführten Studie erzielten die Schüler aus Schweden die besten Werte, gefolgt von ihren Kollegen aus den Niederlanden, England und Bulgarien. Österreich hat damals nicht teilgenommen. Kleine Einschränkung für etwaige Vergleiche mit Pisa: Die Top-Lese-Länder bei Pisa wie Finnland, Südkorea, Australien und Kanada nahmen an Pirls nicht teil.

Pisa-Ergebnisse in Vorbereitung. Im Projektzentrum für Vergleichende Bildungsforschung (ZVB) in Salzburg herrscht indes derzeit Hochbetrieb. Die Wissenschafter unter der Leitung von Günter Haider sind am Finalisieren des rund 80-seitigen "Executive summary" der neuen Pisa-Studie, die am 4. Dezember präsentiert wird.

Resultate ließ sich Haider im Gespräch mit der Austria Presse Agentur nicht entlocken. Generell lasse sich aber sagen, dass sich "in drei Jahren nichts Weltbewegendes ändern sollte" - weder an einem Schulsystem selbst, abgesehen von kompletten Lehrplanänderungen, noch an Studienresultaten.


Die Unterschiede

Bei Pisa werden Jugend-
liche eines Altersjahr-gangs
(diesmal: 1990) unabhängig vom Schultyp getestet, bei Pirls nur Kinder einer Schulstufe (immer 4. Klasse Volksschu-le). Weiters gibt es bei Pisa drei Disziplinen (Lesen, Mathematik, Naturwissen-schaften), bei Pirls nur eine (Lesen).

Foto

Foto © APA

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Fakten

Bei der Lese-Studie Pirls haben die Mädchen in allen 40 teilnehmenden Staaten bessere Ergebnisse als die Burschen erzielt. Im Schnitt erreichten die Mädchen 509 Punkte, die Burschen 492, der internationale Geschlechterunterschied beträgt damit 17 Punkte.

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