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    Zuletzt aktualisiert: 18.11.2007 um 10:06 Uhr

    Droht ein "Krieg der Generationen" bei weiteren Pensionserhöhungen?

    Studie zeigt: Jugend schätzt alte Menschen und erwartet sich nichts mehr von der Politik.

    Respekt vor älteren Menschen steht bei der heutigen Jugend ganz oben

    Foto © APARespekt vor älteren Menschen steht bei der heutigen Jugend ganz oben

    "Duldsam, konstruktiv und überraschend optimistisch." So reagieren Jugendliche nach Einschätzung des Autors der Shell-Jugendstudie, Klaus Hurrelmann, auf Pensionserhöhungen und die Unsicherheit des Pensionssystems für künftige Generationen. "Es ist auffällig, dass sie sich darüber nicht beklagen und dass sie ganz realistisch zu Protokoll geben, dass sie sich ihre Pensionen selber werden zahlen müssen. Von einer Aufkündigung der Solidarität zwischen den Generationen kann keine Rede sein." Er habe auch, erzählt Hurrelmann, der seit Jahren die größten Jugendstudien im deutschsprachigen Raum betreut, noch nie erlebt, dass die junge Generation derart intensiv nachdenkt, wie sie die eigene Pension einmal finanzieren wird können.

    "Kein Kampfgeschrei". Ein Krieg der Generationen zeichnet sich derzeit für Hurrelmann nicht ab: "Es gäbe zwar objektiv gesehen Gründe dafür, von den Jungen geht aber kein Kampfgeschrei aus." Die jüngste Shell-Jugendstudie zeichnet ein Bild von einer Jugend, die zwar starke Lebensängste hat, dennoch aber verhalten optimistisch ans Leben herangeht. Unter der Decke von Pragmatismus und Optimismus lauern allerdings Unruhe und Angst. Fast 70 Prozent sorgen sich, keinen angemessenen Job zu finden.

    Familie hoch im Kurs. Geborgenheit suchen die Heranwachsenden weiter in der Familie. "Die Familie steht hoch im Kurs. 72 Prozent der Jugendlichen sind der Meinung, dass man eine Familie braucht, um wirklich glücklich leben zu können", fasst Hurrelmann zusammen. Überraschend gut ist auch das Verhältnis der Jugendlichen mit ihren Eltern. 90 Prozent betonten, gut mit ihren Eltern auszukommen.

    Anschlag auf Jugend. Zu den gleichen Ergebnissen kommt auch der Leiter des Instituts für Jugendkulturforschung in Wien, Bernd Heinzlmaier. Freunde und Familie stehen in allen Studien an erster Stelle. Pensionsdebatten würden hingegen kaum interessieren. "Wenn da jetzt ein Experte in Österreich sagt, die letzte Pensionserhöhung ist ein Anschlag auf die Jugend, ist das den Jugendlichen völlig wurst. Die haben nicht das Gefühl, dass ihnen die alte Oma die Zukunft wegnimmt, weil sie 30 Euro mehr im Monat bekommt. Das haben wir noch bei keiner Umfrage von einem Jugendlichen gehört."

    Lebensgefühl. Die Shell-Studie, die seit 53 Jahren das Lebensgefühl der deutschen Jugend unter die Lupe nimmt, stimmt nahezu zu hundert Prozent mit den österreichische Umfrageergebnissen von Heinzlmaier überein. Was die Einstellung zur älteren Generation betrifft, ist das Bild zweigeteilt. Auf persönlicher Ebene haben sie eine auch für Jugendforscher "überraschend positive" Einstellung zu alten Menschen. Auf die Frage, wie alte Menschen als Bevölkerungsgruppe eingeschätzt wird, fallen die Antworten aber anders aus. Bereits 48 Prozent bezeichnen das heutige Verhältnis zwischen den Generationen als angespannt.


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