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Zuletzt aktualisiert: 15.11.2007 um 12:54 Uhr

4,6 Millionen Österreicher bekommen neue E-Card

Austausch ist notwendig da die auf der Rückseite befindliche Europäische Krankenversicherungskarte für Arbeitnehmer ausläuft. Neue E-Card kommt mit Foto und neuen Funktionen - wie etwa als elektronischer Impfpass.

Die E-Card bekommt ein Foto

Foto © APADie E-Card bekommt ein Foto

Mehr als die Hälfte der Österreicher wird in zwei Jahren eine neue E-Card bekommen. Wie der stellvertretende Generaldirektor des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger, Volker Schörghofer, am Donnerstag in einer Pressekonferenz erklärte, müssen 2010 4,6 Millionen Karten ausgetauscht werden. Betroffen sind jene Personen, die bei der Ausgabe der Karte 2005 als Arbeitnehmer gemeldet waren. Sie werden dann eine ganz neue Generation der E-Card erhalten.

Karte mit Foto. Auf der neuen Karte soll auch ein elektronisches Foto enthalten sein. Derzeit ist der Hauptverband im Gespräch mit dem Innenministerium, um auf elektronisch gespeicherte Fotos für die Reisepässe zugreifen zu können, erklärte Schörghofer. An eine Speicherung von biometrischen Daten ist aber nicht gedacht, für Schörghofer wäre das ein "Schießen mit Kanonen auf Spatzen", zudem würde sich die Ärzte nicht als Kontrollorgane sehen.

Automatische Zusendung. Nach derzeitigem Plan sollen die 4,6 Millionen betroffenen Bürger die neue Karte automatisch zugesandt bekommen. Notwendig ist dies deshalb, weil die auf der Rückseite befindliche Europäische Krankenversicherungskarte für Arbeitnehmer nur fünf Jahre gültig ist und 2010 ausläuft. Alle anderen Karten sind zehn Jahre gültig.

Neue Funktionen geplant. Bis dahin soll die Anwendung der E-Card weiter ausgebaut werden. So soll sie noch heuer in den burgenländischen Landeskrankenhäusern Güssing und Oberwart angewendet werden können. Derzeit kann man sie bereits im Wiener AKH in allen Leitstellen und im vergleichsweise kleinen Spital in Hall in Tirol verwenden.

Chefarzt-Bewilligung. Die Bewilligung von chefarztpflichtigen Medikamenten schon im Spital soll im zweiten Quartal 2008 als Pilotversuch starten. Zum gleichen Zeitpunkt soll mit dem Krankenhaus Reutte und den umliegenden niedergelassenen Ärzten ein Pilotprojekt für die elektronische Überweisung zum Arzt bzw. Einweisung ins Spital beginnen.


Fakten

Die Fixkosten für das E-Card-System bezifferte Schörghofer mit zehn bis 15 Millionen Euro jährlich. Allein fünf Millionen davon fallen für den Austausch von einer Million Karten an, die pro Jahr ausgewech-
selt werden müssen. Nach Angaben des Rechnungs-
hofes habe sich das System, dessen Einführung 108 Millionen Euro gekostet hat, nach zweieinhalb bis dreieinhalb Jahren amortisiert.

Foto

Foto © APA

Jörg SchörghoferFoto © APA

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