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Zuletzt aktualisiert: 10.11.2007 um 13:37 Uhr

Libanesische Präsidentenwahl abermals verschoben

Die Wahl des neuen libanesischen Staatspräsidenten ist abermals verschoben worden, um weitere Verhandlungen zwischen den verfeindeten politischen Lagern über einen Konsenskandidaten zu ermöglichen.

Parlamentsvorsitzende Nabih Berri

Foto © APAParlamentsvorsitzende Nabih Berri

Statt am Montag sollen die Abgeordneten nun am 21. November zusammentreten, um den Nachfolger des drei Tage später aus dem Amt scheidenden Staatspräsidenten Emile Lahoud zu bestimmen. Das gab der zur Opposition gehörende schiitische Parlamentsvorsitzende Nabih Berri am Samstag in Beirut bekannt.

Zum zweiten Mal. Am 25. September und am 23. Oktober war die Wahl nicht zustande gekommen, weil das erforderliche Zwei-Drittel-Quorum der 128 Parlamentsmitglieder nicht erreicht wurde. Die Außenminister Frankreichs und Italiens, Bernard Kouchner und Massimo D'Alema, werden jetzt zum zweiten Mal innerhalb von drei Wochen in Beirut erwartet. Zuletzt hatten sie sich im Oktober gemeinsam mit ihrem spanischen Kollegen Miguel Angel Moratinos als Vermittler zwischen dem pro-westlichen Regierungslager und der Opposition einzuschalten versucht.

Schiedsrichterrolle. Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hat im Einvernehmen mit den USA den maronitischen Patriarchen, Kardinal Nasrallah Boutros Sfeir, ersucht, eine Schiedsrichterrolle zu übernehmen. Der Patriarch solle eine Liste von konsensfähigen Persönlichkeiten erstellen. Sarkozys Botschaft sei dem Patriarchen durch Élysée-Generalsekretär Claude Guéant persönlich überbracht worden, berichtete am Samstag die Beiruter Tageszeitung "L'Orient-Le Jour". Der libanesische Präsident ist aufgrund des Religionsproporzes maronitischer Christ.

Auswahl treffen. Auf der Basis einer solchen Liste sollten der Chef der Mehrheitskoalition, Saad Hariri, und Parlamentspräsident Nabih Berri eine Auswahl treffen, heißt es in dem Bericht. Gueant war in Beirut mit beiden Politikern und auch mit Ministerpräsident Fouad Siniora zusammengetroffen. Das Patriarchat verlange ausreichende Garantien, um mit "dem Spiel der Namen" beginnen zu können, schrieb die Zeitung.


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