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Zuletzt aktualisiert: 20.10.2007 um 23:43 Uhr

Beamtengehälter: Jedes Prozent kostet 103 Millionen

Am Mittwoch beginnen die Beamten-Gehaltsverhandlungen für 2008.

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Mit einiger Spannung wird die für kommenden Mittwoch angesetzte erste Runde der Gehaltsverhandlungen für die Beamten erwartet. Die Latte liegt für beide Seiten hoch: Der Chef der Beamtengewerkschaft Fritz Neugebauer (ÖVP) hat bereits angekündigt, er wolle "kräftig zulangen", die für die Beamten zuständige Ministerin Doris Bures hingegen warnte vor "übertriebenen Erwartungen".

Gute Konjunktur. Hintergrund der Gewerkschaftsforderungen ist eine Aussage von Sozialminister Erwin Buchinger (SPÖ), der bereits im August von der guten Konjunktur und deshalb ganz allgemein von einer vier vor dem Komma bei den Gehaltsverhandlungen gesprochen hatte. Das schmerzt die zuständige Ministerin Doris Bures (SPÖ): Buchinger könne nur die Angestellten der Privatwirtschaft gemeint haben, ließ sie wissen, denn dort würden wegen der guten Konjunktur entsprechende Gewinne erzielt.

Das Geld der Steuerzahler. Beim öffentlichen Dienst, so Bures weiter, gehe es aber "nicht um die Verteilung von Gewinnen, sondern um das Gelder der Steuerzahler". Sie gehe deshalb von harten Verhandlungen aus, strebe aber einen "fairen Abschluss" an, der ein "sparsames und effizienten Umgehen" mit öffentlichen Geldern garantiere. Für Neugebauer dagegen gilt der Grundsatz, dass es neben der Inflationsabgeltung auch um einen Anteil am Produktivitätszuwachs der Gesamtwirtschaft gehen müsse. Ein konkrete Forderung im Zahlen wollen die Beamtenvertreter in der ersten Verhandlungsrunde aber nicht formulieren. Für das heurige Jahr hatten die Beamten eine Erhöhung von 2,35 Prozent erreicht und damit rund 0,8 Prozent über der Inflationsrate abgeschlossen. Für 2008 rechnen die Wirtschaftsforscher mit einer Inflation von rund 1,9 Prozent, die Wirtschaft sollte mit 2,1 Prozent etwas schwächer wachsen als heuer.

CLAUS ALBERTANI

Fakten

Die am Mittwoch startenden Verhandlungen gelten für gut 450.000 Beamte und Vertragsbedienstete des Bundes, der Länder und Gemeinden.

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Jedes Prozent Gehaltserhöhung belastet die Budgets mit rund 103 Millionen Euro, rechnet Ministerin Bures vor.

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