Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
18. Juni 2013 09:11 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Snowden kündigte weitere Enthüllungen an Syrien-Konferenz auf Kippe - Assad warnte Europa Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Politik Nächster Artikel Snowden kündigte weitere Enthüllungen an Syrien-Konferenz auf Kippe - Assad warnte Europa
Zuletzt aktualisiert: 10.10.2007 um 00:20 Uhr

Das bringt die Republik nicht ins Wanken

Die Österreicher sind in der Asylfrage gespalten: Gleich viele sind für und gegen Minister Platters Kurs. SPÖ und ÖVP kommen einander näher, Vertreter von Hilfsorganisationen mahnen zu Reformen.

Arigona "echt und authentisch"

Foto © ReutersArigona "echt und authentisch"

Am Vorabend der Sondersitzung des Nationalrats zur Abschiebepraxis hat sich Caritas-Präsident Franz Küberl für ein humanitäres Bleiberecht für Familien, die mehr als fünf Jahre in Österreich leben, ausgesprochen. Zwischen 3000 und 4000 Personen wären davon erfasst. "Das ist keine Zahl, die die Republik ins Wanken bringt. Das mute ich dieser Regierung zu", so Küberl gegenüber der Kleinen Zeitung.

Landeshauptleute las letzte Instanz. Aufhorchen lässt Küberl noch mit einem anderen Vorschlag: Die Letztentscheidung über die Gewährung eines humanitären Bleiberechts sollte nicht beim Innenminister, sondern bei den Landeshauptleuten angesiedelt werden. "Die Landeshauptleute sind näher dran." Derzeit sind die Landeshauptleute nur im Besitz eines Art Vorschlagsrechts. Der Einwand, das würde zu einem Wildwuchs in der Bleibepraxis führen, entkräftet der Caritas-Chef mit dem Hinweis, die Landeshauptleute entscheiden heute bereits über die Gewährung der Staatsbürgerschaft.

Österreich gesplalten. Die Debatte über Fremdenrecht und Abschiebepraxis spaltet nicht nur die Politik, sondern auch die Bevölkerung. Nach einer OGM-Umfrage für den ORF-report sind 41 Prozent für den Kurs von Innenminister Günther Platter (ÖVP), 42 Prozent sind dagegen. Nur wenig klarer der Volkswille in Sachen automatisches Bleiberecht: 37 Prozent sind dafür, 48 Prozent dagegen.

SPÖ ringt um Linie. Bei der für heute anberaumten Sondersitzung wollen die Grünen einen Misstrauensantrag gegen Innenminister Platter einbringen. SPÖ-Klubobmann Josef Cap ließ gestern bereits durchblicken, dass der Koalitionspartner dem Antrag der Grünen keinesfalls folgen werde. Während die ÖVP dem Innenminister die Mauer macht, ringen die Sozialdemokraten um eine gemeinsame Linie. Die SPÖ hatte immer mehr Schwierigkeiten, ihre Leute in Sachen Asyl bei der Stange zu halten. Jeder will etwas anderes: SPÖ-Justizministerin Maria Berger hatte gegenüber der Kleinen Zeitung ein Bleiberecht für Asylwerber, spätestens nach sieben Jahren im Land, gefordert. Sozialminister Erwin Buchinger will aus Angst um Arbeitsplätze für Österreicher zwar nicht mehr Menschen im Land oder gar ins Land lassen, aber auch er würde das Fremdenrechtspaket von 2005 gerne in einem Punkt ändern: "Die Möglichkeit zur Zwangsernährung würde ich gerne aus dem Gesetz streichen", sagte Buchinger am Rande der SPÖ-Klausur in Villach, "denn das finde ich einfach nur abscheulich." Bundesgeschäftsführer Josef Kalina machte aber später klar: "Wir brauchen keine Gesetzesänderung".

"Christlich genug". Damit sind SPÖ und ÖVP in der Sache, aber nicht in der Sprache einig. Auch ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon ist die Gesetzeslage "christlich genug". Er plädierte im ORF in Sachen Familie Zogaj zwar für eine "menschliche Lösung", sieht diese aber im Kosovo, nicht in Österreich. Er appellierte an Arigona, sich einem Gespräch zu stellen.

MICHAEL JUNGWIRTH, EVA WEISSENBERGER

KLEINE.tv

Murtal: Widerstand gegen die Airpower

Nicht alle Murtaler haben Freude mit der Airpower, der Flugschau des öst...Bewertet mit 3 Sternen

 

Politik im Bild

Massenproteste in Brasilien 

Massenproteste in Brasilien

 

Kroatien tritt EU bei

AP

Am 1. Juli 2013 tritt Kroatien als insgesamt 28. Land der Europäischen Union teil. Hintergründe und Informationen zur EU-Mitgliedschaft der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik.



Griechenland in der Krise

Politiker und Promis im Visier der Justiz

Foto: APA/AP/Reuters
 

Steirische Strukturreform

APA

Die Landesspitze baut die Gemeindestruktur massiv um. Im Jahr 2015 soll es von den derzeit 539 nur mehr 285 Gemeinden geben.



Seitenübersicht

Zum Seitenanfang