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Zuletzt aktualisiert: 01.10.2007 um 19:45 Uhr

Taliban hängten 15-Jährigen wegen angeblicher Spionage

Taliban-Kämpfer haben den Jungen aus dem Haus der Eltern gezerrt und an einem Strommast aufgehängt. Die Begrgündung war, der Bub sei ein "Spion" gewesen. Am selben Tag wurde auch ein Schneider geköpft, weil er Uniformen für Regierungssoldaten nähte.

Der 15-jährige Junge wurde an einem Strommast aufgehängt

Foto © APA/ SymbolfotoDer 15-jährige Junge wurde an einem Strommast aufgehängt

In Afghanistan haben Taliban-Kämpfer einen 15-Jährigen in der Südprovinz Helmand unter dem Vorwurf der Spionage für das Militär öffentlich gehängt. Der Verwaltungschef des Bezirks Sangin, Haji Ezatullah, sagte am Montag, radikalislamische Aufständische hätten den Buben aus dem Haus der Eltern gezerrt und ihn dann an einem Strommast aufgehängt. Lokale Taliban-Kämpfer sagten zur Begründung, der Bub sei ein "Spion" gewesen. In anderen Landesteilen richteten Rebellen nach Taliban- und Behördenangaben drei weitere Menschen wegen angeblicher Spionage oder wegen Zusammenarbeit mit den afghanischen Behörden hin.

Schneider geköpft. In der südostafghanischen Provinz Ghazni hätten Rebellen einen Schneider am helllichten Tage aus seinem Geschäft geschleppt und geköpft, sagte der Verwaltungschef des Bezirks Karabagh, Khwaja Muhammad Seddiqi. Der Schneider habe Uniformen für Regierungssoldaten genäht. Je ein weiterer Fall wurde aus der Provinz Kapisa nordöstlich von Kabul und aus der südöstlichen Provinz Paktika gemeldet.

Noch mehr Tote. US-geführte Koalitionstruppen und afghanische Soldaten haben in Helmand nach Militärangaben rund 20 Aufständische getötet. Die Koalition teilte mit, die Soldaten seien am Montag beschossen worden und hätten das Feuer erwidert. Zivilisten seien nicht verletzt oder getötet worden. Ein Taliban-Sprecher sagte, ausländische Truppen hätten bei einem Bombenangriff in Helmand bis zu 30 Zivilisten getötet. Der Polizeichef der Provinz Ghazni, Alishah Ahmadzai, sagte am Montag, seit einem Hinterhalt der Taliban am Vortag würden neun Polizisten vermisst. Nach dem Angriff der Rebellen auf einen Konvoi und dem anschließenden Gefecht sei der Kontakt zu den Beamten verloren gegangen.


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Noch mehr Tote: US-geführte Koalitionstruppen und afghanische Soldaten haben in Helmand nach Militärangaben rund 20 Aufständische getötetFoto © APA

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