Kanzleramt lässt sich Kampagnen 1,1 Millionen kosten
Das Kanzleramt topt die Ausgaben-Hitliste für Werbung. Die EU-Beratung etwa lässt sich man sich heuer mehr kosten, als während der Ratspräsidentschaft im Vorjahr: 462.000 Euro.

Foto © APAlfred Gusenbauer setzt auf Werbung
Das Bundeskanzleramt hat seit Regierungsantritt am
11. Jänner 884.007 Euro für Informations-Kampagnen springen lassen,
für das restliche Jahr sind noch einmal 225.677 Euro eingeplant. Wie
aus der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage von BZÖ-Chef
Peter Westenthaler außerdem hervorgeht, hat sich das
Landwirtschaftsministerium seit Jänner derartige Kampagnen 883.171
Euro kosten lassen, das Verteidigungsministerium hat für das ganze
Jahr dafür rund 250.000 Euro vorgesehen. Aber auch externe Berater
stellen einen nicht unbeträchtlichen Budget-Posten dar.
Werbekosten.
Mit Inseraten, redaktionellen Beiträge und Medienkooperationen zu
den Themen Klimaschutzgipfel, 50 Jahre Römische Verträge, Tierschutz,
E-Government und Pendlerpauschale wurden Tageszeitungen, Wochen-
sowie Monatsmagazine in ganz Österreich vom Kanzleramt bedacht. Für
das restliche Jahr hat man noch zusätzlich 225.677 Euro für
Werbekosten zum Thema E-Governement eingeplant. In der
Anfragebeantwortung als "Information der Öffentlichkeit" aufgelistet
ist allerdings auch eine Grußbotschaft des Bundeskanzlers anlässlich
des 110-Jahr-Jubiläums der "Illustrierten Neuen Welt" im Wert von
mehr als 2.000 Euro.
Externe Berater.
Für externe Berater hat das Kanzleramt 462.567 Euro für das
gesamte Jahr 2007 veranschlagt, wovon 450.000 Euro auf
Beratungsverträge im Bereich EU-Angelegenheiten, Regionalpolitik und
Sicherheitspolitik entfallen. Ein Jahr zuvor allerdings, dem Jahr der
österreichischen EU-Ratspräsidentschaft, wurde für diesen Posten
deutlich weniger (355.000 Euro) ausgegeben. Insgesamt kosteten
externe Berater dem Kanzleramt Wolfgang Schüssels (V) Zeiten 2006
374.860 Euro.
Hohe Summen.
Ähnlich hoch die Summen, die das Landwirtschaftsministerium für
Informationskampagnen ausgibt. Von Jänner bis Juli wurden 883.171
Euro für Inserate zu den Themen Klimaschutz und "Genussregion
Österreich" in Tageszeitungen, Wochen- und Monatszeitmagazinen sowie
elektronischen Medien österreichweit ausgegeben. Das
Landwirtschaftsministerium betont bei der Beantwortung der Anfrage
allerdings, dass es sich dabei um "Informationsarbeit, und nicht um
Werbung" auf Rechtsgrundlage des Bundesministeriengesetzes von 1986
handle. Für das restliche Jahr gibt es keine Auskunft. Für externe
Berater berappt das Ministerium von ÖVP-Minister Josef Pröll für das
heurige Jahr 372.805 Euro, und damit um rund 26.000 Euro weniger als
ein Jahr zuvor.
Bescheidenes Verteidigungsministerium.
Bescheidener gibt sich das Verteidigungsministerium. Für
Werbemaßnahmen zur Personalgewinnung seien für das Jahr 2007 rund
250.000 Euro veranschlagt, beantwortet das Ressort von Minister
Norbert Darabos (S) die Anfrage. Für die "Vermittlung
bundesheerrelevanter Themen" auf dem Spartenkanal "TW1" wurden bisher
knapp 66.000 Euro aufgewendet. Die Kosten für externe Berater sind
für dieses Jahr mit rund 564.000 Euro deutlich geringer als noch
2006, als unter dem alten ÖVP-Verteidigungsminister Günther Platter
noch 873.585 Euro ausgegeben wurden. Für das Jahr 2008 veranschlagt
das Verteidigungsressort 300.000 Euro für externe Berater.
Features
Ausgaben-Hitliste
Die Ausgaben-Hitliste der Ministerien führt bisher das
Bundeskanzleramt mit 884.007 Euro an, knapp gefolgt vom
Landwirt-
schaftsministerium, das sich die Informationskam-
pagnen bis
August 883.171 kosten ließ.
Ausgaben-Hitliste II
Das Gesund-
heitsministerium kommt auf rund
734.000 Euro, das Sozialministerium weist 572.000 und das
Frauenministerium 280.000 Euro aus. Und das Verteidigungsministerium
plant für das ganze Jahr 250.000 Euro für Werbemaßnahmen ein.













