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    Zuletzt aktualisiert: 02.09.2007 um 06:53 Uhr

    US-Senator Craig wegen Toiletten-Affäre zurückgetreten

    US-Senator Craig soll einem Mann auf einer Flughafen-Toilette unsittliche Avancen gemacht haben. Am Samstag ist der Senator zurückgetreten. Bush begrüßt den Rücktritt.

    Polizeifotos von Senator Larry Craig

    Foto © APAPolizeifotos von Senator Larry Craig

    Der wegen des Skandals um seine Festnahme auf einer Flughafentoilette in Bedrängnis geratene US-Senator Larry Craig ist am Samstag zurückgetreten. Mit "Traurigkeit und tiefem Bedauern" teilte Craig mit, dass er zum Monatsende aus dem Senat ausscheide. Die Zeitung "Idaho Statesman" hatte zuvor unter Berufung auf republikanische Parteifreunde Craigs berichtet, der für seine harte Position gegen Homosexuelle bekannte Senator werde noch im Laufe des Tages seinen Rücktritt verkünden. Craig war im Juni auf dem Flughafen Mineapolis-St. Paul von einem Undercover-Agenten festgenommen worden, weil er diesem unsittliche Angebote gemacht haben soll.

    Verdeckter Ermittler. Craig soll am 11. Juni auf der Flughafentoilette mit in der Szene deutlichen Zeichen den Mann nebenan zum Sex aufgefordert haben. Der Toilettennachbar war ein verdeckt arbeitender Ermittler der Polizei, der den Senator daraufhin festnahm. Der 62-Jährige legte zunächst ein Schuldbekenntnis ab und zahlte 500 Dollar Strafe, um einer zehntägigen Haftstrafe zu entgehen. Später aber bezeichnete er das Schuldeingeständnis als Fehler und bestritt jedes Vergehen. Vor allem dementierte der erbitterte Gegner der Homo-Ehe vehement, schwul zu sein. Dass er zunächst ein Geständnis abgelegt hatte, begründete der verheiratete Familienvater damit, dass er jedes Aufsehen habe vermeiden wollen.

    Entschuldigt. Am Samstag entschuldigte sich Craig bei seiner Frau und seiner Familie für das Geschehene. "Es tur mir sehr leid", erklärte Craig. Dabei bestritt er ein sexuelles Angebot auf der Flughafentoilette nicht, gestand es aber auch nicht ein. Nach Bekanntwerden der Affäre hatten die Republikaner Craig sofort von mehreren wichtigen Posten in Senatsausschüssen abberufen. Der 62-Jährige wollte aber seinen Senatsposten, den er seit 17 Jahren innehat, zunächst auf keinen Fall aufgeben - nun änderte er offenbar auch auf Druck aus der eigenen Partei seine Meinung. Ursprünglich wollte der methodistische frühere Bauer und studierte Politikwissenschafter auch bei der kommenden Senatswahl in dem traditionell republikanischen Staat Idaho wieder anzutreten.

    Weiterer Vorfall. Die für ihre konservativen Auffassungen zum Thema Sitten und Moral bekannten Republikaner hatten in jüngster Zeit mit einer ganze Reihe von Skandalen zu kämpfen: Erst vor wenigen Wochen musste sich Craigs Senatskollege David Vitter entschuldigen, weil er als Kunde eines Begleitservices in Washington aufgeflogen war. Vergangenes Jahr gab der republikanische Abgeordnete Mark Foley nach Schlagzeilen über seine zweideutigen Online-Botschaften an männliche Praktikanten im Kongress sein Mandat auf.


    Gegen Homo-Ehen

    Craig vertritt seit 1991 Idaho im US-Kongress. Der konservative Politiker hat mehrfach dagegen gestimmt, Schwule und Lesben rechtlich besser zu stellen oder ihnen eine gleichgeschlechtliche Ehe zu ermöglichen.

    Die ersten Gerüchte über eine angebliche Homosexulatität von Craig tauchten bereits 1982 auf.

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    Foto © AP

    Bild vergrößernCraig will keine Gleichstellung von HomsexuellenFoto © AP

    Republikaner-Skandale

    Erst vor wenigen Wochen musste sich Craigs Senats-kollege David Vitter entschul-digen, weil er als Kunde eines Begleitservices in Washington aufgeflogen war.

    Vergangenes Jahr gab der republikanische Abgeordnete Mark Foley nach Schlag-zeilen über seine zweideu-tigen Online-Botschaften an männliche Praktikanten im Kongress sein Mandat auf.

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    David VitterFoto © AP

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    Mark FoleyFoto © Reuters

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