Eine neue Mannschaft und alte Probleme
Kärntner FPÖ rüstet auf. Jörg Haider will im Herbst ein Gesamt-Finanzpaket vorlegen. Kontrolle ist eingeschränkt.

Foto © APAJörg Haider will im Herbst ein Gesamt-Finanzpaket vorlegen
Bis Mitte Juni hatte die Frist gelautet, die FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache seinen Kärntner Parteifreunden für die organisatorische und personelle Erneuerung gesetzt hatte. Die konnte Landesparteiobmann Franz Schwager nicht einhalten - es wurde ein Monat später -, der Bundesparteichef scheint dennoch zufrieden. Den neuen Landesgeschäftsführer und -parteisekretär Matthias Steiner hat sich Strache persönlich angeschaut, ehe er bestellt werden durfte. Schließlich sichert die Bundespartei die Kärntner finanziell ab.
Neue Hoffnung. Angesichts der Querelen rund um den Landesparteitag im März, sah Strache die freiheitlichen Felle im Süden endgültig davon schwimmen. Mittlerweile dürfte er neue Hoffnung hegen, denn anlässlich seines Sommerurlaubs in Kärnten lässt er sich von Schwager bereitwillig zu Veranstaltungen verpflichten.
Einspruch noch anhängig. Beigelegt sind die Streitigkeiten bei den Blauen nicht. Der Einspruch der freiheitlichen Urgesteine Alois Huber, Otto Scrinzi und des Europa-Abgeordneten Andreas Mölzer ist noch beim Parteigericht anhängig. Das Trio hat zehn angebliche Verstöße am Parteitag gegen das Parteistatut angeklagt. Mit Mölzer gibt es laut Schwager "keinen Kontakt, er ist kein Mitglied mehr in Kärnten". Mölzer hat in der Wiener Landesgruppe "Asyl" gefunden.
Keine Frauen. Die FPÖ für die kommenden Wahlgänge aufzurüsten, obliegt einer Mannschaft im wahrsten Sinne des Wortes - Frauen hat Schwager nicht in seiner Gefolgschaft. Neben dem neuen Parteisekretär Steiner amtieren in der Parteizentrale der frühere SPÖ-Gewerkschafter Thomas Jamer und Jugendobmann Christoph Töfferl, im Parlament agieren Karlheinz Klement und sein Mitarbeiter Thomas Sitter. Markus Petschacher soll als Obmann des stärksten Bezirkes, Feldkirchen, den kommunalpolitischen Aufschwung herbeiführen. Auf eine Kandidatenliste der FPÖ kommt übrigens künftig nur, wer das innerparteiliche Schulungsprogramm durchläuft.













