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    Zuletzt aktualisiert: 03.07.2007 um 23:30 Uhr

    "Franzosen waren immer sehr korrekt"

    Nicht jeder"Schwarze" sieht bei EdF und Estag gleich rot. Johannes Ditz hält eine vertiefte Partnerschaft mit den Franzosen für eine gute Sache und fordert die steirische Politik auf, das Beste aus dem Offert zumachen.

    Johannes Ditz

    Foto © APAJohannes Ditz

    Der Ex-Wirtschaftsminister der ÖVP, der im Herbst 2003 von der damaligen steirischen Landeshauptfrau Waltraud Klasnic als Troubleshooter in die Energie Steiermark geholt worden war, kann sich im Gegensatz zur steirischen VP einen weiteren Einstieg der Electricité de France (EdF) bei der Energie Steiermark sehr wohl vorstellen. Die Franzosen, kramt er in seinem Wissen als Aufsichtsratspräsident und Interims-Vorstand der Estag, hätten auch mit den derzeitigen 25 Prozent weitreichende Machtbefugnisse, ob 25 oder wie angepeilt 49 Prozent mache da nicht viel Unterschied. Zumal das Land ja weiterhin die Mehrheit besitze.

    Angst. Auch die Angst der ÖVP vor dem Vormarsch der EdF im Aufsichtsrat der Estag kann Ditz nicht nachvollziehen. "Mir wäre ein (französischer) Stratege im Aufsichtsrat lieber als ein parteipolitischer Abgesandter", rüffelt Ditz indirekt seine steirischen Parteifreunde, und lobt dabei den Kontakt zur EdF über den grünen Klee. In seiner Zeit als Estag-Aufsichtsrat und Vorstand hätten sich die Franzosen immer extrem korrekt und der Sache verpflichtet verhalten, gerade bei der Restrukturierung und Neuausrichtung der Energie Steiermark sei mit Paris alles sehr fair verlaufen.

    Politische Schlammschalacht. Die in der Steiermark anhaltende politische Schlammschlacht um die 24 Prozent, die die EdF wie berichtet kaufen will, kann Ditz nicht nachvollziehen. Die Franzosen hätten es nicht verdient, dass man in der Steiermark dieses Thema "derart kontroversiell" diskutiert, und man solle sich nicht darüber hinwegtäuschen, dass man auch in Paris "mit Aufmerksamkeit und einer gewissen Sensibilität das liest, was heimische Politiker von sich geben".

    Starker Tobak. Ditz hält es daher auch für "starken Tobak" dass sich ein Wirtschaftsminister (gemeint Martin Bartenstein), "der ja auch Strom-Regulierungsbehörde ist, gegen das französische Angebot ausspricht". Wenn Bartenstein lieber den Verbund als Estag-Parnter gehabt hätte, hätte er "die Verbund-Leute als Eigentümer des Konzerns doch wohl zu sich holen können. Eine Lösung Estag-Verbund wäre in seiner Hand gelegen und sicher nicht an den Franzosen gescheitert". Der Einwand der VP, mit der EdF die Strompreise aus der hand zu geben, amüsiert Ditz fast schon. Denn die Preise mache mittlerweile der Markt.

    Syndikatsvertrag. Angesichts der Tatsache, dass die EdF schon mit dem jetzigen Syndikatsvertrag weitgehende Rechte haben, hält Ditz das Offert von 400 Millionen Euro für 24 Prozent für "nicht so schlecht". Die Politik sei jetzt aber gefordert, sich an einen Tisch zu setzten und zu überlegen, wie man in einen neuen Vertrag aus der Partnerschaft mit der EdF mehr herausholen könnte. In der Vergangenheit sei etwa eine Offensivstrategie betreffend viel versprochen aber wenig gehalten worden.


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