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Zuletzt aktualisiert: 30.06.2007 um 13:09 Uhr

Vereitelte London-Anschläge offenbar angekündigt

Die Polizei konnte durch Zufall ein "Gemetzel" im Herzen Londons verhindern. Sie hofft nun, dass die Täter von einer der zahlreichen Überwachungskameras gefilmt wurde.

Das erste Auto wurde von der Polizei abtransportiert

Foto © APDas erste Auto wurde von der Polizei abtransportiert

London ist am Freitag nur knapp zwei möglicherweise verheerenden Autobomben-Anschlägen entgangen. Zeitungsberichten zufolge sollen Islamisten wenige Stunden vor den Zwischenfällen einen Anschlag in der britischen Hauptstadt angekündigt haben. Die Ermittlungen der Polizei laufen nun auf Hochtouren. Die Exekutive hat unterdessen die Kontrollen in London verschärft.

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Foto vergrößernDas erste Auto stand unweit des Picadilly CircusFoto © AP

Zufällig entdeckt. Die beiden verdächtigen Fahrzeuge waren am Freitag im Zentrum der Stadt nahe dem Picadilly Circus eher zufällig entdeckt worden. Beide Pkw waren randvoll mit Gasflaschen, Benzin und Nägeln. Die Explosion der Autobomben hätte möglicherweise hunderte Menschen in den Tod gerissen, die Sprengsätze konnten aber rechtzeitig entschärft werden. Der Bombenalarm ereignete sich fast exakt zwei Jahre nach den Terroranschlägen vom 7. Juli 2005 auf die Londoner U-Bahn und einen Bus.

Empörung unter Muslimen. Islamische Extremisten sollen nach Zeitungsangaben nur wenige Stunden vor der Entdeckung der zwei Autobomben einen Anschlag in London angekündigt haben. Dabei sei auch auf die Empörung unter Muslimen über die kürzliche Bekanntgabe der Erhebung des islam-kritischen Autors Salman Rushdie in den Ritterstand hingewiesen worden. Die Polizei verweigerte jeden Kommentar und verwies auf die laufenden Ermittlungen.

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Foto vergrößernIn der Nähe der Parklane wurde das zweite Fahrzeug entdecktFoto © AP

Ermittlungen laufen. Die Exekutive hat die Ermittlungen am Samstag intensiviert. Zahlreiche Spuren wurden gesichert. Ein TV-Bericht, wonach die Fahnder bereits über Aufnahmen eines mutmaßlichen Täters von einer Überwachungskamera verfügen, wurde nicht bestätigt. Die Sicherheitskräfte haben unterdessen ihre Kontrollen in London deutlich verstärkt. Die Behörden kündigten eine Überprüfung der Sicherheitsvorkehrungen für geplante Großereignisse am Wochenende an. Dazu gehören etwa das Wimbledon-Tennisturnier und eine Parade von Schwulen und Lesben.


Fakten

Bei den Terroranschlägen auf die Londoner U-Bahn und einen Bus waren am 7. Juli 2005 52 Menschen, darunter vier Selbstmordattentäter, getötet worden.

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Bild vergrößernPremierminister Gordon Brown Foto © Reuters

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