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    Zuletzt aktualisiert: 31.05.2007 um 13:56 Uhr

    "68er-Revoluzzer" von einst sind heute zahme Senioren

    Statt Umbruch ist Stabilität gefragt, ergibt eine aktuelle Umfrage unter Österreichs "68ern".

    Foto © Reuters

    Aus der einstigen wilden "68er-Generation" sind mittlerweile zahme Senioren geworden. Was diese - mittlerweile über 50-jährige - Gruppe von Österreichern heute in ihrem politischen Empfinden bewegt, hat nur mehr entfernte Ähnlichkeit mit dem Reformgeist von einst. So lautet das Ergebnis einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Linzer Meinungsforschungsinstituts IMAS.

    Vergleich. Anlässlich seines 35-jährigen Bestehens nahm das IMAS-Institut den Zeitraum von 1973 bis 2007 genauer unter die Lupe und knüpfte an einer Jugend-Umfrage an, die man vor 34 Jahren schon einmal durchgeführt hatte. Wurden damals 1.524 Jugendliche im Alter von 15 bis 24 Jahren befragt, richtete man jetzt ausgewählte Fragen aus dieser Studie für eine "demoskopische Zeitreise" an 1.022 Personen im Alter zwischen 50 und 60 - denn so alt sind die "randalierenden Jugendlichen" von "damals" heute.

    Wandel. Das Ergebnis lässt die Experten einen "drastischen Bewusstseinswandel" erkennen. Galten die Befragten vor 35 Jahren großteils noch als "revolutionär", "undiszipliniert", "antiautoritär" und propagierten den gesellschaftlichen Umbruch, schlug die mittlerweile in das Seniorenalter vorgerückte Generation in der neuerlichen Befragung sanftere Töne an: Von den einst 51 Prozent, die damals angaben, sie würden Gefallen an vielen Veränderungen und Abwechslung im Leben finden, konnten jetzt nur noch 18 Prozent dieser Einstellung etwas abgewinnen. 57 Prozent vertraten die Meinung, dass es am Besten wäre, wenn alles seinen gewohnten Gang gehen und persönliche Veränderungen im Leben ausbleiben würden. Im Vergleich zu 1973 ist das übrigens ein sattes Plus von 42 Prozentpunkten.

    Interesse. Auffällig ist auch das stark gestiegene Interesse am politischen Geschehen im gehobenen Alter: Bekundeten das 1973 nur 15 Prozent der Jugendlichen, waren es 34 Jahre später fast 36 Prozent. Gestiegen ist dabei auch das Interesse am aktuellen Weltgeschehen: Hier gab in der aktuellen Umfrage fast die Hälfte der Befragten an, dass sie versuchen würde, sich über das, was in der Welt geschieht, am Laufenden zu halten, 1973 waren es nur 39 Prozent.

    Pläne. "Viele Ziele und Pläne" haben heute nur mehr 29 Prozent der Befragten, in ihrer Jugend waren es immerhin 40 Prozent. Dafür ist die Zahl jener, die "sich gerne darüber unterhalten, was man in Österreich besser machen könnte" von 24 auf 37 Prozent gestiegen.


    Umfrage

    Nur ein knappes Fünftel der Österreicher über 50 Jahre fühlt sich alt. Laut einer Studie des Meinungsforschungs-
    institut Fessel-GfK zählen sich rund 50 Prozent noch nicht zum alten Eisen. Drei von zehn Befragten berichteten sogar von einem Aufblühen im Alter. Fast zwei Drittel fühlen sich jünger, als sie tatsächlich sind.

    Grafik

    Grafik © APA

    Grafik vergrößernWandel des 68er-WeltbildesGrafik © APA

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