Zank um Landesausstellung
SPÖ ortet bei vielen Projekten versteckte Kosten. BZÖ weist das zurück.

Foto © APAReinhart Rohr fordert eine Nachverhandlung
Rund um den Millstätter See soll ab nächstem Jahr die Landesausstellung über die Bühne gehen. Das Motto passt zum See-Ambiente: "wasser:reich". Schon jetzt laufen die Vorbereitungsmaßnahmen auf Hochtouren, die Verantwortung teilen sich drei politische Referenten: Landeshauptmann Jörg Haider, Tourismusreferent Gerhard Dörfler (BZÖ) sowie Wasser- und Gemeindereferent Reinhart Rohr (SPÖ), der bei der Auswahl der vom Land geförderten Projekte allerdings wenig Mitspracherecht hat.
Nachverhandlung. Am Mittwoch stellte Rohr seinen beiden Regierungskollegen die Rute ins Fenster: "Die Arbeit von Haider und Dörfler ist schlampig und unprofessionell", schäumte er. Die Kriterien für die Auswahl der Projekte seien nicht nachvollziehbar, weshalb Rohr eine Nachverhandlung fordert.
Nicht nur das: Bei vielen der Projekte ortet er versteckte Kosten, die von Haider und Dörfler verschwiegen worden wären. Insgesamt würde zwischen den offiziell präsentierten und den tatsächlichen Kosten ein Loch von 4,3 Millionen Euro klaffen. So zum Beispiel beim Märchen-Projekt "Sagamundo" in Döbriach: Während die Gemeinde die Kosten mit zwei Millionen Euro angebe, spreche der Landeshauptmann von 1,65 Millionen Euro.
Schlüssige Kosten. Dörfler als Hauptverantwortlicher weist die Angriffe zurück: "Bei vielen Projekten gibt es eine Ko-Finanzierung der EU." Somit seien die Kosten schlüssig. Auch für den Projektleiter der Landesregierung, Winfried Steiner, ist die Kritik "unvorstellbar. Die Projekte wurden vom Land in Zusammenarbeit mit den Gemeinden ausgewählt. Die Auffassung über die Notwendigkeit eines Projekts ist natürlich nicht immer die gleiche."












