BZÖ-Chef Peter Westenthaler geht ans Werk
Die BZÖ-Reform "braucht eine Zeit", Ziel sei die nächste Nationalratswahl, sagte BZÖ-Chef Peter Westenthaler. Er sei erst seit einem Jahr Obmann und beginne nun mit dem BZÖ-Umbau in Wien.

Foto © APA/ORFPeter Westenthaler
Weiterhin wortkarg gab sich BZÖ-Chef Peter
Westenthaler Sonntag in der Fernseh-"Pressestunde" in Sachen
Absetzung des Wiener BZÖ-Chefs Günther Barnet. Er bespreche Probleme
nicht öffentlich, antwortete er auf die Frage nach dem Grund. Den
Krach zwischen Bundes- und Wiener BZÖ nannte er eine "Kurzzeitkrise",
die "gut bewältigt" worden sei. Gerüchte über Geldnöte wies
Westenthaler neuerlich zurück, "unsere Finanzen sind in Ordnung".
Umbau des BZÖ-Wien.
Er sei dabei, im BZÖ "Strukturreformen" durchzuführen; jetzt habe
er mit dem Umbau des BZÖ-Wien begonnen. Die Reformen würden Zeit
brauchen, Ziel sei die nächste Nationalratswahl. In die Wiener Partei
will sich Westenthaler "künftig wesentlich stärker einbringen". Der
Ansicht, dass die Absetzung des Wiener Parteichefs durch die
Bundespartei nicht sehr demokratisch war, hielt er entgegen, dass der
Beschluss im Bundesparteigremium mit Mehrheit gefallen und
statutenkonform gewesen sei.
Klub-Gelder.
Zu den Parteifinanzen betonte Westenthaler, dass er sich "hüten
werde, Gelder, die für die Klubarbeit zweckgewidmet sind, irgendwie
zweckwidrig zu verwenden". Im Zusammenhang mit Barnets Absetzung
hatte es Gerüchte gegeben, dass sich der Wiener BZÖ-Chef, der bis vor
Kurzem auch Klubdirektor war, gegen die Verwendung von Klubmitteln
für die Abdeckung von Parteischulden gestellt hätte. Im BZÖ würden
öffentliche Gelder so verwendet, wie es "letztlich auch die Gesetze
vorschreiben", sagte Westenthaler dazu.
Privat-Mittel.
Als kleine Partei mit wenig Förderung bemühe sich das BZÖ auch um
Mittel Privater; wer für die Partei spendet, wollte er nicht sagen.
Der BZÖ-Chef schloss allerdings aus, dass im Zusammenhang mit der
Eurofighter-Beschaffung oder der Causa BAWAG Mittel an das BZÖ
geflossen seien. "Weder von Flöttl noch von sonstwo" habe das BZÖ
Gelder bekommen, auch von den Eurofighter-Werbern Erika und Gernot
Rumpold sei "kein Cent an die Partei geflossen". Die Finanzen des BZÖ
würden von einem internationalen Unternehmen geprüft, die Ergebnisse
in den nächsten Wochen veröffentlicht.
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Wiener BZÖ
Im Tauziehen um das Wiener BZÖ gibt es seit Mittwoch-
Fall Barnet
Die Hintergründe des Konflikts sind nach wie vor unklar. Wahrscheinlich spielen finanzielle Probleme der Kleinpartei eine Rolle. Barnet berichtete, dass er bei der Bündnissitzung am kommenden Freitag die Parteifinanzen zur Sprache bringen wollte. Um dies zu verhindern, habe die Bundespartei ihn abgesetzt und ausgeschlossen.













