Frankreich-Wahl - Entwendete Sarkozy-Stimmzettel und "Superman"
Wahllokale in Meslay-du-Maine konnten erst mit 40-minütiger Verspätung öffnen.

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Bei der Stichwahl um
Frankreichs Präsidentschaft sind in einem westfranzösischen Dorf alle
Stimmzettel für den Konservativen Nicolas Sarkozy entwendet worden.
In allen drei Wahlbüros der 2.700-Seelen-Gemeinde Meslay-du-Maine
seien die Zettel "wahrscheinlich durch einen Einbruch" in der Nacht
auf Sonntag entwendet worden, sagte ein Wahlaufseher. Die Stimmlokale
konnten deshalb erst mit 40-minütiger Verspätung öffnen.
"Superman".
In Frankreich wird ein Zettel mit dem ausgewählten Kandidaten in
den Wahlumschlag gesteckt. Während neue Sarkozy-Zettel besorgt
wurden, bildete sich eine Schlange von 70 Wählern vor dem
Gemeindezentrum.
Im südwestfranzösischen Toulouse wurden Wähler durch einen als
"Superman" verkleideten Mann überrascht. Der mit rotem Umhang und
blauer Strumpfhose bekleidete Franzose präsentierte sich als
"SuperGuy", um seine Stimme für die Präsidentenwahl abzugeben.
Wahlkarten.
In Grasse in Südfrankreich schaffte es ein Mann algerischer
Herkunft erneut zu wählen, obwohl die Behörden ihn eigentlich nicht
als Franzosen anerkennen. Wie schon bei der ersten Runde konnte der
52-jährige Abdelkrim Fodil problemlos mit seinem Führerschein und
einer durch das Rathaus zugeschickten Wahlkarte abstimmen. Der in
Frankreich geborene Fodil hat aus Sicht der Behörden seine
Staatsbürgerschaft mit der Unabhängigkeit Algeriens 1962 verloren. Am
11. April hatte ein Gericht in Nizza dies nochmals bestätigt. Doch
auch in Frankreich mahlen die Mühlen der Verwaltung langsam, denn
Fodil steht auch fast ein Monat später weiter auf den Wählerlisten.












