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Zuletzt aktualisiert: 27.04.2007 um 13:10 Uhr

BZÖ droht mit Volksbegehren gegen gesetzliches Rauchverbot

BZÖ-Obmann Peter Westenthaler bezeichnete das Vorhaben von Kdolsky als "Entmündigung" der Gäste und Gastwirte.

Foto © Reuters

Sollte das von Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky (V) angekündigte gesetzliche Rauchverbot tatsächlich kommen, will das BZÖ mit einem Volksbegehren dagegen zu Felde ziehen. BZÖ-Obmann Peter Westenthaler übte am Freitag scharfe Kritik an der Ministerin und bezeichnete das Vorhaben als "Entmündigung" der Gäste und der Gastwirte: "Es ist ein absoluter Skandal, völlig inakzeptabel und ein klarer Rücktrittsgrund".

Erfolg. Dass Kdolsky kein generelles Rauchverbot in Lokalen und öffentlichen Plätzen einführen werde, verbuchte Westenthaler als "sehr schönen, großen Erfolg" für das BZÖ. Man habe im Sinne der "Freiheit für die Lokalbesucher" 20.000 Unterschriften dagegen im Parlament eingebracht. Die heutige Entscheidung der Gesundheitsministerin "motiviert uns, weiterzumachen", so der BZÖ-Obmann.

Feind. Westenthaler bezeichnete Kdolsky bei einer Pressekonferenz als "Feind jeglicher Liberalität", obwohl sie "gerne die Csardasfürstin tanzt und den Pausenclown macht". "Die Frau Verbotsministerin will Polizeistaatsmethoden einführen, wo sind wir denn? Das ist ja entsetzlich", zürnte der Politiker.

Evaluierung. Im Rahmen der Evaluierung durch das Gesundheitsministerium wurden 1.299 Gastronomiebetriebe geprüft, ob sie sich an die freiwillige Selbstverpflichtung halten. Westenthaler: "Wir haben 70.000 Gastronomiebetriebe in Österreich. Es ist doch absurd, so etwas vorzulegen, das widerspricht jeglicher Seriosität."

Kampagnen. Der BZÖ-Obmann forderte Kdolsky auf, mittels Raucherkampagnen den Kindern und Jugendlichen drastisch die Auswirkungen von Nikotin-Konsum vor Augen zu führen. Außerdem sollten Standards für Lüftungsanlagen eingeführt und auch gefördert werden, so Westenthaler.


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