Le-Pen-Tochter: FN-Wähler verkaufen sich niemandem
Trotzkistin Laguiller ruft zu Wahl von Royal auf.

Foto © APAJean-Marie Le Pen und Tochter Marine
Die Vizechefin der rechtsextremen Partei Front
National, Marine Le Pen, hat sich nach dem Ausscheiden ihres Vaters
beim Rennen um die französische Präsidentschaft zurückhaltend
gezeigt. Die Wähler von Jean-Marie Le Pen "werden sich an niemanden
verkaufen", sagte Marine Le Pen am Sonntagabend im französischen
Fernsehen. Der Drittplatzierte Francois Bayrou werde sich dagegen "in
einigen Tagen an den Meistbietenden verkaufen", prognostizierte sie.
Empfehlung.
Jean-Marie Le Pen selbst sagte, er werde am 1. Mai seine
Empfehlung zur Stichwahl in zwei Wochen abgeben. Der Politiker hatte
Hochrechnungen zufolge gut elf Prozent der Stimmen erhalten - nach
16,9 Prozent 2002.
Einfluss.
Unterdessen sagte der Fraktionschef von Bayrous liberaler
UDF-Partei, Herve Morin, sein Parteichef werde sich in den nächsten
Tagen zunächst "anhören, was die für die zweite Runde qualifizierten
Kandidaten sagen". Dabei werde es ihm darum gehen, "wie sechs
Millionen Franzosen Einfluss auf das politische Leben nehmen können",
erklärte der Zentrumsliberale unter Verweis auf die Stimmen für
Bayrou.
Aufruf.
Die Trotzkistin Arlette Laguiller rief ihre Wähler auf, in der
Stichwahl am 6. Mai für die Sozialistin Segolene Royal zu stimmen.
Dies tue sie im Namen aller, die den Konservativen Nicolas Sarkozy
nicht an der Macht sehen wollten.












