Scheibner fordert 105.000 Euro von FP-Akademie
Der Ex-Geschäftsführer der FP-Akademie und nunmehrige BZÖ-Abgeordnete Herbert Scheibner fordert Gehaltsnachzahlungen sowie eine Abfertigung.

Foto © APHerbert Scheibner
Im Dauerstreit um die Freiheitliche Akademie ist nun
nach dem internen blauen Konflikt zwischen Parteichef Heinz-Christian
Strache und dem unterdessen aus der FPÖ ausgetretenen Volksanwalt
Ewald Stadler eine neue Entwicklung mit oranger Beteiligung
aufgetaucht. Laut "profil" fordert der frühere Geschäftsführer der
Freiheitlichen Akademie, Ex-Verteidigungsminister und Ex-Klubobmann
Herbert Scheibner (B), Gehaltsfortzahlungen sowie eine Abfertigung im
Gesamtausmaß von 105.000 Euro und droht widrigenfalls mit rechtlichen
Schritten.
Karenzierter Geschäftsführer.
Der heutige BZÖ-Abgeordnete war auch nach der orangen Abspaltung
von der FPÖ formaler, seit 1999 allerdings karenzierter
Geschäftsführer der Freiheitlichen Akademie geblieben. Im März 2006
wurde er von Akademie-Präsident Ewald Stadler entlassen. Laut
"profil" hatte Scheibner einen Antrag auf öffentliche Förderung für
2006 nicht unterschrieben.
Niederlage.
Zuletzt hatte die FPÖ-Spitze in Sachen Freiheitliche Akademie eine
juristische Niederlage erlitten. Der von FPÖ-Volksanwalt Hilmar Kabas
beantragte Beschluss auf einstweilige Verfügung gegen die
Freiheitliche Akademie wurde vom Gericht abgewiesen. Das geht aus
einem Beschluss des Bezirksgerichtes Innere Stadt-Wien hervor.
Stadler sieht damit seine Wiederwahl zum Präsidenten des Vereins
Freiheitliche Akademie juristisch korrekt. Er rechnet damit, dass die
FPÖ auch die von Kabas eingebrachte Klage gegen die Akademie
verliert. Bei diesem Streit geht es darum, dass Stadler die Statuten
des Vereins per Umlaufbeschluss insofern ändern hat lassen, als
nunmehr auch nicht FPÖ-Mitglieder dem Verein beitreten können. Damit
ist seine Wiederwahl als Präsident möglich geworden, auch wenn er
kein Parteimitglied mehr ist.
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Keine Parteifreunde mehr: Strache und Stadler Foto © APA
Strache-Stadler Konflikt
Ausgebrochen war der Konflikt mit der Entmachtung
Stadlers als Präsident der Freiheitlichen Akademie im Dezember 2006.
Kurze Zeit später waren die Strache-Fotos
aufgetaucht. Ende Jänner waren Strache und Stadler dann wieder
"Parteifreunde".
Stadler bleibt für
die FPÖ auch in den U-Ausschüssen, darf aber an keinen Klubsitzungen
teilnehmen.














